Vorsteuerrückerstattung von/in Drittländern bis 30.6.2013, in der EU bis 30.9.2013

In einigen Drittländern (zB Schweiz oder Norwegen) enden die Fristen für Vorsteuerrückerstattungsanträge für das Jahr 2012 am 30.6.2013.  Bis dahin müssen die Anträge mit den Originalrechnungen und einer Originalunternehmerbescheinigung bei den jeweiligen ausländischen Finanzämtern in Papierform eingegangen sein.

Vorsteuererstattung von Drittländern in Österreich.
Nicht im Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmer können österreichische Vorsteuern des Jahres 2012 mittels amtlich vorgeschriebenem Vordruck und unter Vorlage der Originalrechnungen sowie der Orignalunternehmerbescheinigung bis zum 30.6.2013 beim Finanzamt Graz-Stadt geltend machen.

Vorsteuererstattung in EU-Mitgliedstaaten.
Österreichische Unternehmer, die im Kalenderjahr 2012 umsatzsteuerpflichtige Lieferungen oder sonstige Leistungen in anderen EU-Mitgliedstaaten bezogen haben, können noch bis 30.9.2013 die Rückerstattung der damit in Zusammenhang stehenden Vorsteuern beantragen. Die Rückerstattungsanträge sind zentral über FinanzOnline bei der österreichischen Finanzverwaltung einzureichen. Originalbelege sind im elektronischen Verfahren nicht vorzulegen, jedoch fordern die meisten Erstattungsmitgliedstaaten Rechnungskopien bei Belegen von über EUR 1.000 bzw bei Tankrechnungen von über EUR 250 an. Diese Rechnungskopien sind bereits bei der Einreichung des Antrags als pdf-Datei zu übermitteln, da einige Mitgliedstaaten die Auffassung vertreten, dass der Antrag andernfalls als nicht eingereicht gilt und bei Versäumung der Frist auch nicht nachgeholt werden kann.

Bei dem FinanzOnline Verfahren können pro Erstattungsantrag maximal 40 Rechnungen ohne Zusatz-Software übermittelt werden. Bei Übermittlung der Erstattungsanträge für einen Erstattungszeitraum von mindestens drei Monaten bzw. den Rest des Jahres (vier Anträge pro Jahr) kann die Zahl der Rechnungen auf 160 pro Jahr erhöht werden. Ist die Anzahl der Rechnungen allerdings höher als 160 pro Jahr, hat die Übermittlung im Datenstrom-Verfahren mittels eigener Software zu erfolgen.

Deloitte verfügt über eine entsprechende Software, um Sie bei der Übermittlung der Erstattungsanträge im Datenstrom-Verfahren zu unterstützen. Dadurch können de-facto unbegrenzt viele Datensätze im Datenstrom-Verfahren abgewickelt werden, der Antragsteller erzielt sowohl eine Kosten- als auch eine Zeitersparnis.

Christina Stifter
cstifter@deloitte.at

www.deloitte.at

Print Friendly

Liked this post? Follow this blog to get more.