Abgabenänderungsgesetz 2014 im Nationalrat beschlossen

Am 24. Februar 2014 wurde das Abgabenänderungsgesetz 2014 im Plenum des Nationalrates beschlossen. In unseren BTN Nr. 1/2014 und Nr. 3/2014 haben wir über den Begutachtungsentwurf bzw. über die Regierungsvorlage zum Abgabenänderungsgesetz 2014 informiert. Wesentliche Änderungen gegenüber der Regierungsvorlage finden Sie nachstehend im Überblick:

Gewinnfreibetrag (§ 10 EStG)

Wie bereits in der Regierungsvorlage vorgesehen, sollen Wertpapieranschaffungen zukünftig nicht mehr begünstigte Wirtschaftsgüter für den Gewinnfreibetrag darstellen. Weiterhin begünstigt ist allerdings die Investition in Wohnbauanleihen.

Höchststeuersatz für die NoVA

Die Berechnung des NoVA-Steuersatzes in Prozent erfolgt nach der Formel: (CO2-Emissionswert in Gramm je Kilometer minus 90 Gramm) dividiert durch fünf. Während in der Regierungsvorlage keine Obergrenze vorgesehen war, wurde nun ein Höchststeuersatz iHv 32 % beschlossen. Bei Gebrauchtfahrzeugen, die unmittelbar aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet in das Inland gebracht werden, ist die Steuer in der Höhe zu bemessen, die im Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs in der EU im Inland anzuwenden gewesen wäre. Der geänderte Steuersatz ist auf Vorgänge nach dem 28.2.2014 anzuwenden. Bei Fahrzeugen, für die ein unwiderruflicher schriftlicher Kaufvertrag vor dem 16.2.2014 abgeschlossen wurde und deren Lieferung vor dem 1.10.2014 erfolgt, kann weiterhin die bisherige Rechtslage angewendet werden.

Gründungsprivileg für GmbHs

Wie schon in der Regierungsvorlage vorgesehen, wird das Mindeststammkapital wieder auf EUR 35.000 erhöht; wobei neu gegründete GmbHs weiterhin mit einem Mindeststammkapital von EUR 10.000 errichtet werden können (Gründungsprivileg). Nicht erforderlich ist die noch in der Regierungsvorlage vorgesehene Bildung einer Gründungsrücklage sowie die verpflichtende Führung eines Firmenzusatz als „gründungsprivilegiert“ in Geschäftspapieren, Bestellscheinen und auf Webseiten der Gesellschaft. Gesellschaften, deren Stammkapital geringer ist als EUR 35.000, haben bis längstens 1.3.2024 eine Kapitalerhöhung auf diesen oder einen höheren Betrag durchzuführen.

Breaking Tax News Nr. 4_2014 DEUTSCH

Breaking Tax News Nr. 4_2014 ENGLISCH

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Stefan Holzer

Stefan Holzer

Senior Assistant | Deloitte Tax
Telefon: +43 1 537 00 5520
Mail: sholzer@deloitte.at

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