Regierungsvorlage zum Handwerkerbonus passiert Budgetausschuss

Zur Bekämpfung von Schwarzarbeit soll eine Förderung der Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit der Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von Wohnraum durch einen Zuschuss in Höhe von 20% der Kosten beschlossen werden („Handwerkerbonus“).

Zielsetzung.

Mit dem Handwerkerbonus sollen Anreize zur Verringerung der Schwarzarbeit im Bereich Handwerkerleistungen und Dienstleistungen im haushaltsnahmen Bereich gesetzt werden. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung ist daher eine Endrechnung, die sämtliche der in § 11 UStG angeführten Merkmale ausweist. Außerdem muss der Förderungswerber nachweisen, dass die Zahlung auf das Konto des Rechnungserstellers geleistet wurde. Die Inanspruchnahme der Förderung ist daher bei Barzahlung ausgeschlossen.

Förderungsgegenstand.

Gegenstand der Förderung ist die Inanspruchnahme von Arbeitsleistungen im Zusammenhang mit der Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von Wohnraum. Für Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit der Neuanschaffung oder Erweiterung von bestehendem Wohnraum kann keine Förderung in Anspruch genommen werden. Die Dienstleistungen müssen Wohnraum betreffen, welcher vom Förderungswerber für eigene Wohnzwecke genutzt wird. Die Rechtsgrundlage für die Nutzung ist unbeachtlich, auch gemieteter Wohnraum kommt für eine Förderung in Frage. Gefördert werden nur Kosten für die reine Arbeitsleistung sowie Fahrtkosten; Materialkosten sind daher nicht Gegenstand der Förderung. Die auf die reine Arbeitsleistung entfallenden Kosten müssen in der Rechnung gesondert ausgewiesen sein. Die Maßnahmen müssen überdies von Unternehmen erbracht werden, die zur Ausübung von reglementierten Gewerben iSd § 94 Gewerbeordnung befugt sind.

Ausmaß der Förderung.

Nur natürliche Personen sind berechtigt, die Förderung in Anspruch zu nehmen. Die Höhe der Förderung soll 20% der förderbaren Kosten betragen (ohne Umsatzsteuer)und kann nur für Rechnungen ab EUR 200 beantragt werden. Pro Förderungswerber, Wohnraum und Jahr kann eine Förderung höchstens für förderbare Kosten bis zu EUR 3.000 erfolgen. Die maximale Förderung beträgt somit EUR 600. Insgesamt sind Förderungsmittel in Höhe von EUR 30 Mio vorgesehen, davon EUR 10 Mio im Jahr 2014 und EUR 20 Mio im Jahr 2015.

Ausblick.

Das Gesetz soll noch im März vom Nationalrat beschlossen werden und ab 1.7.2014 (vorerst als Pilotprojekt bis Ende 2015) in Kraft treten. Zur Abwicklung der Förderungsmaßnahmen soll vom Bundesminister für Finanzen per Verordnung eine eigene Stelle eingerichtet werden.

Print Friendly
Stefan Holzer

Stefan Holzer

Senior Assistant | Deloitte Tax
Telefon: +43 1 537 00 5520
Mail: sholzer@deloitte.at

Liked this post? Follow this blog to get more.