Optionale Entgeltsgrenze in der Umsatzsteuerbetrugsbekämpfungsverordnung

Am 3.6.2014 wurde eine Änderung der Umsatzsteuerbetrugsbekämpfungsverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Bei der Lieferung von erfassten Metallen kann der Unternehmer auf den Übergang der Steuerschuld verzichten, sofern der Rechnungsbetrag unter EUR 5.000 liegt.

Optionale Entgeltsgrenze.

Durch diese Neuregelung ist bei Rechnungen unter EUR 5.000 die Einordnung in die entsprechende Zolltarifnummer nicht mehr zwingend notwendig, was zu einer Entlastung insbesondere für Einzelhandelsunternehmen führt. Steuerschuldner bleibt dann der liefernde Unternehmer. Diese optionale Entgeltsgrenze ist rückwirkend auf Umsätze im Zusammenhang mit der Lieferung von Metallen ab 1.1.2014 anwendbar.

Sonstiges.

Eine Aufspaltung von Rechnungsbeträgen, die einen einheitlichen Liefervorgang betreffen, ist unzulässig. In diesem Fall sind die Rechnungsbeträge für die Ermittlung der 5.000-Euro- Grenze zusammenzurechnen. Wird in einer Rechnung über mehrere Liefervorgänge abgerechnet, ist wohl das in der Rechnung ausgewiesene Gesamtentgelt für die Ermittlung der 5.000-Euro-Grenze maßgeblich. Weitere Informationen zur Umsatzsteuerbetrugsbekämpfungsverordnung finden Sie in unserem Beitrag vom 9.12.2013 sowie in den auf der Homepage des BMF veröffentlichten FAQ.

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Christina Stifter

Christina Stifter

Senior| Deloitte Tax
Telefon: +43 1 537 00 4941
Mail: cstifter@deloitte.at

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