Sozialversicherungsabkommen Österreich-Albanien

Ziel des Abkommens und Inkrafttreten. Mit Jänner 2017 wurde das Sozialversicherungsabkommen zwischen Österreich und Albanien unterzeichnet. Gemäß Auskunft des BMASK ist mit der Ratifizierung (und somit dem Inkrafttreten) des Abkommens frühestens Ende 2017 zu rechnen.

Da es bis jetzt kein Abkommen zwischen den beiden Staaten gibt, kann es bei Entsendungen in einen der beiden Staaten zu doppelter Versicherungspflicht kommen. Das hat wiederum einen Wettbewerbsnachteil für grenzüberschreitend tätige Unternehmen zur Folge. Das Abkommen ist eine Rechtsgrundlage zwischen den beiden Staaten, durch welches unter anderem Regelungen für die Bereiche der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung geschaffen werden.

Inhalt des Abkommens – unter Bezug auf Expatriates.

Das Abkommen enthält den Grundsatz der Gleichbehandlung und regelt Geldleistungen in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Erwerbstätige Personen sollen in jenem der beiden Staaten versichert sein, in dem sie auch ihre Erwerbstätigkeit ausüben (Tätigkeitsstaat- oder Beschäftigungslandprinzip). Ausnahmen von diesem Prinzip sind für Entsendungen von bis zu 24 Monaten vorgesehen, sodass in diesem Zeitraum (und auf Antrag) die Versicherung des Entsendestaates beibehalten werden kann (Entsendregelung). Weiters ist die Möglichkeit enthalten, dass Ausnahmen von diesen Grundsätzen beantragt werden können. Die Leistungsfeststellung hinsichtlich der Pensionen erfolgt unter Zusammenrechnung der in den beiden Versicherungsstaaten zurückgelegten Versicherungszeiten (entsprechend den in jedem Vertragsstaat zurückgelegten Versicherungszeiten).

Fazit.

Das Sozialversicherungsabkommen zwischen Österreich und Albanien umfasst auch Geldleistungen in der Sozialversicherung. Ab in Kraft treten können in Zukunft Doppelversicherungen sowie Verluste von anrechenbaren Pensionszeiten vermieden werden.

 

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Michaela Burgstaller-Donner

Michaela Burgstaller-Donner

Manager | Deloitte Tax
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