Halbierung der Flugabgabe ab 1.1.2018

Mit 1.1.2011 wurde die Flugabgabe in Österreich eingeführt. Laut Flugabgabegesetz (FlugAbgG) hat jeder Luftfahrzeughalter für in Österreich abfliegende Passagiere – sofern keine Befreiung von der Abgabenpflicht besteht (zB für Passagiere unter zwei Jahren ohne eigenen Sitz, die Crew, bestimmten Zwischenlandungen, etc) – die Flugabgabe beim Finanzamt für Gebühren, Verkehrsteuern und Glücksspiel zu entrichten. Aktuell beträgt die Flugabgabe je Passagier für Abflüge mit einem Zielflughafen im Bereich der Kurzstrecke (Anlage 1 FlugAbgG) EUR 7, der Mittelstrecke (Anlage 2 FlugAbgG) EUR 15 und der Langstrecke EUR 35. Abgabenschuldner ist der Luftfahrzeughalter, der den Abflug durchführt. Laut Finanzministerium sind von der Flugabgabe insgesamt etwa 550 Unternehmen betroffen, wobei 65 davon ihren Sitz in Österreich haben.

Rechtsgrundlage.

Am 7.3.2017 wurde die Regierungsvorlage, mit der das Bundesgesetz mit dem Flugabgabegesetz geändert werden soll, im Ministerrat beschlossen. Die Halbierung der Flugabgabe soll mit 1.1.2018 in Kraft treten. Die Flugabgabe soll dann je Passagier für Abflüge mit einem Zielflughafen innerhalb der Kurzstrecke EUR 3,50, der Mittelstrecke EUR 7,50 und der Langstrecke EUR 17,50 betragen.

Hintergrund.

Da die Flugabgabe die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich beeinflusst, zielt die Halbierung der Flugabgabe auf die positive Beeinflussung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs in der Luftfahrt ab. Die Maßnahme soll mit 1.1.2018 umgesetzt werden, um den veränderten Rahmenbedingungen im europäischen Wettbewerb gerecht zu werden, und die Standortattraktivität Österreichs zu erhöhen. Durch die Senkung soll das Passagieraufkommen der betroffenen österreichischen Flughäfen weiter steigen. Die Senkung der Flugabgabe soll auch Konsumenten zu Gute kommen.

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Jutta Schmidt

Jutta Schmidt

Senior | Deloitte Tax
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Mail: juschmidt@deloitte.at

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