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Abzugsverbot für Geldbeschaffungskosten: VwGH präzisiert Zinsbegriff iSd § 11 Abs 1 Z 4 KStG

Wie bereits berichtet (vgl unseren Beitrag vom 25.4.2014 zum weiten Zinsbegriff), war der Begriff „Zinsen“ mit Verweis auf ein früheres Erkenntnis des VwGH (27.2.2014, 2011/15/0199) bisher dahingehend auszulegen, dass hiervon jegliches Entgelt für die Überlassung von Kapital erfasst war. „Geldbeschaffungskosten“ wurden daher generell als abzugsfähig angesehen. Im jüngst ergangenen Erkenntnis (VwGH 25.1.2017, 2015/13/0027) präzisiert der VwGH diese Ansicht: „Geldbeschaffungskosten“ können nur dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn sie wirtschaftlich als Entgelt für die Nutzung von Kapital angesehen werden können.

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Abzugsverbot für Managergehälter: Ermittlung der Bemessungsgrundlage

Mit dem AbgÄG 2014 (anwendbar seit 1.3.2014) wurde ein Abzugsverbot für sogenannte „Managergehälter“ geschaffen. Demnach ist ein Entgelt für Arbeitsleistungen, welches einen Betrag von EUR 500.000 pro Wirtschaftsjahr und Person übersteigt, körperschaftsteuerlich nicht mehr abzugsfähig. Im Folgenden wird die Ermittlung der EUR 500.000-Grenze dargestellt.

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Neues zur steuerlichen Abzinsung von unverzinslichen Verbindlichkeiten

§ 9 Abs 5 EStG idF AbgÄG 2014 sieht für Wirtschaftsjahre, die ab dem 1.7.2014 beginnen, eine Abzinsung von langfristigen Rückstellungen nach dem Barwertmodell mit einem einheitlichen Fixzinssatz von 3,5% pro Jahr vor(vgl unseren Beitrag vom 9.5.2014). Im Wartungserlass 2015 der Einkommensteuerrichtlinien wird nunmehr ausgeführt, dass für Wirtschaftsjahre ab 1.1.2015 auch langfristige, formal unverzinsliche Verbindlichkeiten unter bestimmten Voraussetzungen abzuzinsen sein sollen. Continue reading Neues zur steuerlichen Abzinsung von unverzinslichen Verbindlichkeiten

Bundesfinanzgericht: Siebentel sind keine Vorgruppenverluste

In der jüngst ergangenen Entscheidung (13.7.2015, RV/7100148/2014) stellt das BFG fest, dass noch offene Siebentel aus der Teilwertabschreibung einer Beteiligung im festgestellten Ergebnis eines Gruppenmitglieds zu erfassen sind und es damit im Weiteren zu einer Zurechnung zum Gruppenträger kommt. Noch offene Teilwertabschreibungssiebentel sind demnach nicht als Vorgruppenverluste iSd § 9 KStG zu behandeln. Continue reading Bundesfinanzgericht: Siebentel sind keine Vorgruppenverluste

Zurechnung von ausländischen Verlusten im Zusammenhang mit Tax Holidays

Während im Rahmen der Gruppenbesteuerung Gewinne als auch Verluste inländischer Gruppenmitglieder in voller Höhe zugerechnet werden können, sind bei ausländischen Gruppenmitgliedern nur Verluste im Ausmaß des Beteiligungsverhältnisses zurechenbar. Das Bundesfinanzgericht hatte sich nun mit einem von der Körperschaftsteuer befreiten ausländischen Gruppenmitglied zu beschäftigen. Continue reading Zurechnung von ausländischen Verlusten im Zusammenhang mit Tax Holidays

Umfassende Amtshilfe als territoriales Kriterium für ausländische Gruppenmitglieder

Überblick.
Wie bereits in unserem Beitrag vom 25.4.2014 erläutert, wurde durch das AbgÄG 2014 der Kreis ausländischer Gruppenmitglieder erheblich eingeschränkt. Als zusätzliches Kriterium ist für die Gruppenzugehörigkeit nun eine umfassende Amtshilfe mit dem betreffenden Staat erforderlich. Continue reading Umfassende Amtshilfe als territoriales Kriterium für ausländische Gruppenmitglieder