VwGH verschärft Kriterien

Für Beteiligungen ist eine steuerliche Zuschreibungspflicht nach außerplanmäßiger Abschreibung (Impairment) normiert, soweit eine Zuschreibung nach Maßgabe der GoB zulässig ist. Wurde eine Teilwertabschreibung vorgenommen und erfolgt in späteren Geschäftsjahren eine Wertaufholung, so ist diese Wertaufholung sowohl unternehmensrechtlich als auch steuerlich bis zum Betrag der Anschaffungskosten gewinnerhöhend zuzuschreiben.

Eine Zuschreibungspflicht nach einer früheren außerplanmäßigen Abschreibung (Teilwertabschreibung) ist gemäß § 208 Abs 1 UGB dann vorzunehmen, wenn „die Gründe dafür nicht mehr bestehen“. Continue reading VwGH verschärft Kriterien

Personalleasing aus dem Ausland

Steuerliche Fallstricke beim Personalleasing aus dem Ausland
Personalleasing aus dem Ausland gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur den Personalverleiher sondern auch den Personalentleiher abgabenrechtliche Verpflichtungen treffen. Diese Verpflichtungen sind in der Praxis den österreichischen Entleihern oft unbekannt. Bei Betriebsprüfungen führt dies mitunter zu bösen Überraschungen. Continue reading Personalleasing aus dem Ausland

Müssen Umlagen im Konzern mit oder ohne Gewinnaufschlag verrechnet werden?

Zentral bzw gemeinschaftlich erbrachte Leistungen im Konzern. (z. B. Controlling, EDV-Support, Buchhaltung, Management Services, Finanzierungen bis hin zu gemeinschaftlichen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung) sind ein häufiges Thema bei Betriebsprüfungen.

Erfahrungsgemäß legt die Finanzverwaltung besonderes Augenmerk auf die aus verwaltungsökonomischen Gründen in der Praxis vorherrschende indirekte Methode der Leistungsverrechnung in Form der Konzern- bzw Kostenumlage. Neben der Angemessenheit des Kostenverteilungsschlüssels („cost allocation key“) stellt sich dabei insbesondere auch die Frage nach einem Gewinnaufschlag („mark-up“) oder ob auch Fälle einer bloßen Kostenumlage OECD-konform sind. Continue reading Müssen Umlagen im Konzern mit oder ohne Gewinnaufschlag verrechnet werden?

Quellensteuern: Praxistipps zu den Mühen der Rückerstattung

Wenn Dividenden, Zinsen, Lizenzen oder sonstige Vergütungen an ausländische, in Österreich nicht unbeschränkt Steuerpflichtige zu leisten sind, müssen in vielen Fällen Quellensteuern einbehalten und an das Finanzamt abgeführt werden.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Steuerpflichtig ist zwar der ausländische Empfänger der Einkünfte, der inländische Vergütungsschuldner haftet jedoch für die korrekte Einbehaltung und Abfuhr der Steuerabzugsbeträge. DBAs verringern oftmals den Steuerbetrag, der in Österreich verbleibt – im Extremfall auch auf Null. Continue reading Quellensteuern: Praxistipps zu den Mühen der Rückerstattung

KESt freie Zertifikate für Privatanleger

Anleger haben bei ihren Wertpapierinvestments neben wirtschaftlichen Aspekten auch die Steuern zu beachten. Das österreichische Steuerrecht knüpft bei einzelnen Zertifikaten die Steuerbefreiung der Erträge an unterschiedliche Voraussetzungen. Für ein steueroptimales Investment empfiehlt sich daher eine Detailanalyse der Zertifikate.

Privatanleger sind in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige Anleger. Werden inländische Kapitalerträge erzielt oder Kapitalerträge, die einen Inlandsbezug aufweisen, weil sich zB die kuponauszahlende Stelle, das ist idR die depotführende Bank des Privatanlegers, im Inland befindet, besteht für die Kapitalerträge KESt-Pflicht. Die KESt beträgt einheitliche 25% und gilt die Einkommensteuer ab. Continue reading KESt freie Zertifikate für Privatanleger

Kinderbetreuung 2009 – steuerlich absetzbar

Ab 2009 sind Kosten für die Kinderbetreuung bis EUR 2.300 pro Kind und Jahr als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Damit wurde einer seit Jahren bestehenden Forderung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Zuge der Steuerreform 2009 Rechnung getragen. Aber wie immer liegt auch hier die Tücke im Detail.

Absetzbar sind Betreuungskosten bis zum Ende jenes Kalenderjahres, in dem das Kind das 10. Lebensjahr vollendet, vorausgesetzt, dass sich das Kind in Österreich, einem EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz aufhält. Abzugsberechtigt sind Personen, die für mehr als 6 Monate im Jahr Kinderbeihilfe bezogen haben, oder denen der Unterhaltsabsetzbetrag für mehr als 6 Monate zusteht. Da nur unmittelbare Kosten für Kinderbetreuung abzugsfähig sind, können Kosten für Verpflegung, Schulgeld für Privatschulen oder Fahrtkosten zur Kinderbetreuung nicht abgezogen werden. Continue reading Kinderbetreuung 2009 – steuerlich absetzbar

Abzugsfähigkeit von Spenden an mildtätige Organisationen – Statuten oft mangelhaft

Mildtätige Körperschaften, die in die Liste der begünstigten Spendenempfänger aufgenommen werden möchten, sollten vorab unbedingt ihre Statuten überprüfen

Die mit dem Steuerreformgesetz 2009 eingeführte steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden hat in letzter Zeit – auch aufgrund des Ausschlusses von Umweltschutzorganisationen – einiges an medialem Echo hervorgerufen. Mittlerweile wurde vom BMF auch schon die Liste der per 01.01.2009 begünstigten Spendenempfänger im Internet veröffentlicht. Continue reading Abzugsfähigkeit von Spenden an mildtätige Organisationen – Statuten oft mangelhaft

Steuerfreie Widmung von Immobilien an Privatstiftungen ?

Der Wortlaut des Gesetzes ermöglicht den Transfer von Immobilien in eine Stiftung ohne Grunderwerbsteuer nach dem Schenkungsmeldegesetz 2008 (SchenkMG 2008).

Steuerbelastung bei Immobilienwidmungen. Vermögenswidmungen an eine Stiftung sind nach dem neuen Siftungseingangssteuergesetz grundsätzlich mit einem Steuersatz in Höhe von 2,5 % belastet. Im Falle einer Immobilie erhöht sich dieser Steuersatz um das Grunderwerbsteuer-Äquivalent von 3,5 % sowie um die gerichtliche Eintragungsgebühr in Höhe von 1 %, womit die Gesamtbelastung 7 % beträgt. Als Bemessungsgrundlage für die Stiftungseingangssteuer und das Grunderwerbsteueräquivalent (bzw. die gerichtliche Eintragungsgebühr) dient nach wie vor der dreifache Einheitswert der gewidmeten Immobilie, welcher regelmäßig deutlich unter dem Verkehrswert liegt. Obwohl diese Bewertungsvorschrift der eigentliche Grund für die Aufhebung des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes war, bleibt diese Bestimmung zur Bemessungsgrundlagenermittlung in Bezug auf das Stiftungseingangssteuergesetz weiterhin bestehen. Continue reading Steuerfreie Widmung von Immobilien an Privatstiftungen ?

§ 10 KStG-aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009

EU Dividenden bevorzugt

Der österreichische Gesetzgeber hat vor dem Hintergrund der höchstgerichtlichen Judikatur die Dividendenbesteuerung für Unternehmen neu geregelt. Ab sofort besteht die Möglichkeit einer Steuerbefreiung für EU-Dividenden aus Beteiligungen unter 10% (sogenannte Portfoliodividenden). Konkret sind nun zusätzlich zur weiterhin unverändert geltenden Internationalen Schachtelbeteiligung (mindestens 10% Beteiligung, ein Jahr ununterbrochene Haltedauer), welche bei Vorliegen aller Voraussetzungen vorrangig gelten soll, Dividenden von Gesellschaften aus EU/EWR-Staaten unabhängig von Höhe und Dauer der Beteiligung von der Körperschaftsteuer befreit. Die Anwendung der Befreiung setzt voraus, dass die ausschüttende Gesellschaft in ihrem Sitzstaat tatsächlich einem lokalen Körperschaftsteuersatz von zumindest 15 Prozent unterliegt. Continue reading § 10 KStG-aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009

Mit Web-Personalverrechnung ist Outsourcing entspannend

Kosteneinsparungen und Risikovermeidung sind in der Krise gefragt

Der Begriff des Outsourcing existiert bereits seit den späten 80er Jahren (outside resource using). Das Thema wird derzeit besonders im Bereich der Personalverrechnung intensiver diskutiert. Gerade in schwierigen Zeiten stellt sich die Frage, wie die Vorteile, die das Outsourcing im Personalbereich ermöglicht, genutzt werden. Die dabei auftretenden Risiken sind vermeidbar. Continue reading Mit Web-Personalverrechnung ist Outsourcing entspannend

Steuerbegünstigungen für Stock Options mit dem „Steuerreformgesetz 2009“ abgeschafft

Unabhängig von der Abschaffung der Steuerbegünstigung für nach dem 1.4.2009 zugesagte Stock Options besteht jedoch weiterhin steuerlicher Handlungsbedarf und können Steuerbegünstigungen genutzt werden.
Im Rahmen des ansonsten für den Steuerpflichtigen durchaus erfreulichen Steuerreformgesetzes 2009 wurde die mit dem „Kapitalmarktoffensive-Gesetz“ im Jahr 2001 eingeführte Steuerbegünstigung für Stock Options abgeschafft. Ursprünglich dazu gedacht, den österreichischen Kapitalmarkt zu beleben, sind Stock Options in den Verdacht geraten, Führungskräfte zu kurzfristig orientierten Maßnahmen zu motivieren, und die Stock Options dann in einem günstig erscheinenden Moment auszuüben. Weitere Begründungen für die Abschaffung waren die Beseitigung von steuerlichen Nebenbestimmungen und eine Gegenfinanzierung für die Erhöhung der steuerlichen Absetzbarkeit der Kirchensteuer von EUR 100 auf EUR 200 mit einem Volumen von jeweils rd EUR 30 Mio. Continue reading Steuerbegünstigungen für Stock Options mit dem „Steuerreformgesetz 2009“ abgeschafft

Versicherungsbeiträge und Leistungen in der EU – neue Sozialversicherungsregeln ab 2010

Personen, die das Recht auf Freizügigkeit der Arbeitnehmer (einer der 4 EU-Grundfreiheiten) ausüben, sollen durch die Anwendung verschiedener sozial-versicherungsrechtlicher Systeme in der EU nicht benachteiligt werden.

Mit den neuen Sozialversicherungsregelungen zur Koordinierung der einzelstaatlichen Systeme in der EU (Verordnung (EG) 883/2004), die voraussichtlich ab März 2010 anwendbar sein werden und an Stelle der derzeit anwendbaren EU Verordnung (EWG) 1408/71 treten werden, sollen klarere Normen zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften für grenzüberschreitende Fälle geschaffen sowie administrative Vereinfachungen erzielt werden. Anträge auf Bestätigung der Anwendbarkeit der jeweiligen Rechtsvorschriften bzw. die Kommunikation zwischen den Behörden sollen in Zukunft automationsunterstützt erfolgen und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden/Institutionen soll zu Gunsten des EU-Bürgers verstärkt werden. Continue reading Versicherungsbeiträge und Leistungen in der EU – neue Sozialversicherungsregeln ab 2010

Deloitte TaxWorkbook – Das Reporting-Tool für Ihre Steuern

 Jedes Unternehmen kann seine Prozesse im Bereich Steuerplanung und -administration optimieren. Einen wesentlichen Beitrag dazu könnte der Einsatz eines innovativen und effizienten Steuerreporting-Tools leisten. Vor und während der Implementierung eines Steuerreporting-Tools bietet es sich an, gemeinsam mit dem Steuerberater die verbundenen Prozesse zu analysieren und gegebenenfalls Aufgabenverteilungen im Unternehmen neu zu überdenken. Daraus resultiert eine Effizienzsteigerung und eine Kostenreduktion im Unternehmen, welche sich wiederum positiv auf die Unternehmensliquidität auswirken. Continue reading Deloitte TaxWorkbook – Das Reporting-Tool für Ihre Steuern

Privatstiftungen und Budgetbegleitgesetz

Vorsicht: Änderungen für ausländische Beteiligungen

Vorgeschichte: Bisher genossen Privatstiftungen bei ausländischen Beteiligungserträgen wie etwa Dividenden eine recht ausgefallene Sonderstellung, deren Zweck nur „Insidern“ bekannt war. Der „gute Tropfen“ bestand darin, dass die Privatstiftung als Konzernholding steuerfrei weltweit Dividenden einsammeln konnte, auch wenn die ausländische Tochtergesellschaft Zinsen, Mieten für Mobilien, Lizenzen oder Gewinne aus Beteiligungsverkäufen steuerfrei erzielte. So bezogen manche Privatstiftungen aus „Steueroasen“ offiziell solche Gelder steuerfrei, obwohl diese im Ausland ebenfalls keiner Steuer unterlegen sind, während jede „gewöhnliche“ österreichische Holding-GmbH für solche Dividenden 25% Körperschaftsteuer abführen musste. Der „böse Tropfen“ bestand hingegen darin, dass die Privatstiftung als „Preis“ für die Steuerfreiheit ausländischer Dividenden das zwischenstaatliche Doppelbesteuerungsabkommen, welches eine Reduktion der ausländischen Quellensteuer vorgesehen hätte, nicht in Anspruch nehmen durfte. Im Ergebnis musste der Stiftungsvorstand wählen zwischen der 25%igen Körperschaftsteuerbelastung oder der vollen nationalen ausländischen Quellensteuer (die beispielsweise in der Schweiz sogar 35% beträgt!). Diese Wahl fiel ihm im Fall von Dividenden aus Steueroasen jedoch nicht schwer, da es dort gar keine Quellensteuern gibt und daher die Tatsache, dass solche Steueroasen-Länder keine Doppelbesteuerungsabkommen haben, unbedeutend war. Continue reading Privatstiftungen und Budgetbegleitgesetz

Transfer Pricing: Achtung bei Verlusten!

Betriebsprüfung verschärft die Gangart bei langandauernder Verlustsituation im Vertrieb – international verbundene Konzernunternehmen sollten sich wappnen

Vertriebsgesellschaften, die in einen internationalen Konzern eingebunden sind, sollten nach Ansicht der Finanzverwaltungen grundsätzlich keine Verluste ausweisen. Nicht nur in Österreich, sondern praktisch alle Finanzverwaltungen nehmen mehrjährige Verlustjahre bei Vertriebsgesellschaften eines internationalen Konzerns als Prüfungsanlass. Frei nach dem Motto: „Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein“. Continue reading Transfer Pricing: Achtung bei Verlusten!

Investitionszuwachsprämie – K E I N E Behaltefrist

Unternehmer können hoffen – der ablehnenden Haltung der Finanzbehörden in Sachen Investitionszuwachsprämie (Unterstellung einer Behaltefrist) fehlt die gesetzliche Deckung

Die Investitionszuwachsprämie bescherte Unternehmern in den Jahren 2002 bis 2004 einen Zuschuss des Staates in Höhe von 10% des Investitionszuwachses. Obwohl dieses Förderinstrument bereits der Vergangenheit angehören sollte, sind nun viele Unternehmer mit der nachträglichen Aberkennung dieser Investitionsförderung durch die Finanzbehörde konfrontiert. Seit in Kraft treten der Investitionsbegünstigung, deren budgetäres Ausmaß unterschätzt wurde, versucht die Finanzbehörde die Inanspruchnahme der Prämie durch eine überschießende restriktive Gesetzesauslegung einzuschränken. Continue reading Investitionszuwachsprämie – K E I N E Behaltefrist

Neue Kurzarbeitsregelung

Voraussichtlich ab 1. Juli 2009 kommt es zu Änderungen bei der Kurzarbeit

Bei der Kurzarbeit können Betriebe die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter reduzieren, wobei grundsätzlich der halbe Lohnverlust durch das AMS bezahlt wird. Im Zuge des Beschäftigungspakets II wird es ab 1. Juli 2009 unter anderem zu einigen Neuerungen bei der Kurzarbeit kommen. So wird es unter der Voraussetzung, dass bis spätestens Ende 2010 eine Kurzarbeitsbeihilfe gewährt wurde möglich sein, die Kurzarbeit für bis zu 24 Monate zu vereinbaren (anstatt wie bisher für 18 Monate). Darüber hinaus werden bei einer Beihilfengewährung bis spätestens Ende 2010 die Dienstgebersozialversicherungsbeiträge ab dem siebenten Kurzarbeitsmonat vom AMS übernommen. Die eben dargestellten Neuerungen treten jedoch mit Ende 2012 wieder außer Kraft. Continue reading Neue Kurzarbeitsregelung