Juniwetter führt zu Hochwasser und anderen Naturkatastrophen – diese Schäden können steuerlich genutzt werden

„Die steuerliche Nutzung kann im Rahmen der sogenannten außergewöhnlichen Belastung erfolgen, und zwar ohne Selbstbehalt, also grundsätzlich in voller Höhe.
Was ist absetzbar: alle Kosten für die Reparatur und Sanierung beschädigter Gegenstände sowie die Kosten für die Ersatzbeschaffung zerstörter Gegenstände. Absetzberechtigt ist der Eigentümer des Gebäudes bzw der Gegenstände. Continue reading Juniwetter führt zu Hochwasser und anderen Naturkatastrophen – diese Schäden können steuerlich genutzt werden

Umsatzsteuerliche Änderungen für Dienstleistungen ab 2010

Erweiterung der umsatzsteuerrechtlichen Meldepflichten führt zu Mehrbelastungen für österreichische Unternehmer
Eine Änderung der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie führt ab 2010 zu einer Neuregelung der Besteuerung von Dienstleistungen. Es ist davon aber nicht bloß die Dienstleistungsbranche betroffen, sondern grundsätzlich alle Unternehmer, die grenzüberschreitend „sonstige“ Leistungen – das sind Leistungen, die nicht in einer Warenlieferung bestehen – erbringen. Continue reading Umsatzsteuerliche Änderungen für Dienstleistungen ab 2010

Wer Eigenkapital hat, ist König

Krisensicher sind jetzt nur jene Unternehmen mit ausreichend Eigenkapital, aber die Eigenkapitalzufuhr kann teuer kommen.

Für Unternehmen bester Bonität ist die Krise eine Riesenchance, denn sie können billig einkaufen. Durch gezielte Akquisitionen lassen sich nun günstige Konsolidierungseffekte am Markt erzielen, die echte Chancen für die Zukunft darstellen. Wer Eigenkapital hat, ist König.
Zu den „Edlen der Nation“, um beim Sinnbild zu bleiben, zählen immerhin noch die großen Unternehmen, die wegen „unerwarteter Kapitalknappheit“ in Bedrängnis geraten sind. Das Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz erhöht, wie der Name schon sagt, durch Garantien des Bundes deren Fähigkeit, Kapital aufzunehmen.
Übrig bleiben die, die wohl nur ungern die „Bettelleut“ darstellen wollen: die Mehrheit der österreichischen klein- und mittelständischen Betriebe. Ihnen bleibt oft keine andere Möglichkeit, als privates Kapital heranzuschaffen oder Fremdkapital in Eigenkapital umzuwandeln. Das kann aber teuer kommen. Continue reading Wer Eigenkapital hat, ist König

Harte Bandagen bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung in Deutschland

Kommt es oder kommt es nicht?
Zu dieser Frage konnte angesichts der widersprüchlichen politischen Stellungnahmen zum Entwurf eines Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes lange Zeit keine belastbare Prognose abgegeben werden. Dass Maßnahmen für eine effektivere Bekämpfung der Steuerhinterziehung grundsätzlich Konjunktur haben, verwundert angesichts der jüngeren deutschen Steuerhinterziehungsgeschichte nicht. Zudem erhielten die Überlegungen des Finanzministers durch eine Initiative von 17 OECD-Mitgliedstaaten Rückenwind, die sich in besonderer Weise für eine Bekämpfung des unfairen Steuerwettbewerbs durch nationale Auskunftsbeschränkungen, namentlich durch das Bankgeheimnis, einsetzen. Continue reading Harte Bandagen bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung in Deutschland

Kommentar zum am 22.4.2009 beschlossenen Regierungsentwurf eines Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes

Der deutsche Finanzminister jubelt: Am Schluss seien es nur noch vier gewesen: Costa Rica, Malaysien, die Philippinen und Uruguay, die auf der schwarzen Liste der OECD gestanden sind. Jetzt haben auch sie den Sprung von der Liste geschafft. Sie haben zugesagt, sich künftig an internationale Standards beim Austausch von Steuerfragen zu halten und Steuerhinterziehung nicht länger zu begünstigen. Peer Steinbrück heftet das auf seine Fahnen, „wir sind erfreut, dass die internationalen Bemühungen, Steuerflucht und Steuerhinterziehung zu unterbinden“ Früchte tragen. Continue reading Kommentar zum am 22.4.2009 beschlossenen Regierungsentwurf eines Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes

Endlich: Nach der Finanzkrise noch schnell das restliche Vermögen besteuern. Wir wollten in Österreich ja schon immer zurück in die Wälder von Nottingham Finanzkrise

Es ist wieder einmal Wahlkampfzeit. Schön, dass wir nun in der Wirtschaftskrise nichts anderes zu tun haben, als darüber nachzudenken, wie man das, was noch da ist an Vermögen, endgültig aus Österreich raus bekommt. Es geht frei nach Robin Hood darum, die zehn Prozent der Bevölkerung zu schröpfen, die angeblich über zwei Drittel des Vermögens in Österreich verfügen. Was außer Stimmenfang soll das Ziel der Übung sein? Continue reading Endlich: Nach der Finanzkrise noch schnell das restliche Vermögen besteuern. Wir wollten in Österreich ja schon immer zurück in die Wälder von Nottingham Finanzkrise

Internationale Konzerne versteuern in der Krise Scheingewinne

Multinationale Konzerne hätten es über das „Wundermittel“ Verrechnungspreise in der Hand, Gewinne ins niedrig besteuerte Ausland zu verlagern – so der Verdacht der Finanzverwaltungen. Doch gerade in der Krise kann ein veraltetes Verrechnungspreissystem genau das Gegenteil bewirken: es kann zur Doppelbesteuerung führen.

Verrechnungspreise sind jene Preise, die innerhalb von Konzernen für ausgetauschte Güter und Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Angesichts unterschiedlicher Steuersätze müssen diese konzerninternen Preise auch steuerlichen Anforderungen genügen. Je kompetenter das Verrechnungspreissystem, desto effektiver kann die Steuerlast eines Konzerns gesenkt werden. Continue reading Internationale Konzerne versteuern in der Krise Scheingewinne

Verteilungsdiskussion zum falschen Zeitpunkt

Die aktuelle OECD-Studie zur Lohnbesteuerung hat für einige Aufregung in Österreichs Medienlandschaft gesorgt. In dieser Studie wurde bestätigt, was ohnehin längst bekannt war: Die Arbeitsleistung von Frau und Herrn Österreicher ist im internationalen Vergleich zu hoch besteuert – in jenen Einkommenskategorien, in die viele Leistungsträger fallen, sogar viel zu hoch für einen Standort, der sich als (Hoch)leistungsstandort definieren muss. Continue reading Verteilungsdiskussion zum falschen Zeitpunkt