Tag Archives: Doppelbesteuerungsabkommen

DBA-Rundschau: Island, Turkmenistan und Israel

Österreich hat mit Island als letzter EWR-Staat ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Dieses liegt zZ zur Ratifizierung im Nationalrat und soll voraussichtlich bereits im kommenden Kalenderjahr 2017 in Kraft treten und ab 2018 anwendbar sein. Ebenfalls in Kraft getreten ist dieses Jahr das DBA mit Turkmenistan. Mit dem Startup-Paradies Israel wurde erst kürzlich ein neues DBA abgeschlossen, wodurch Investitionen in das Land begünstigt werden sollen.

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Neuer Fokus bei GPLA: Abzugsteuer auf Honorarzahlungen an ausländische Berater

Bislang wurde die Abzugsteuer (§ 99 EStG) im Rahmen von Betriebsprüfungen gemäß  § 147 BAO von der Finanzverwaltung überprüft. Da der Einbehalt von Abzugsteuer in der Vergangenheit selten Schwerpunkt abgabenrechtlicher Betriebsprüfungen war und deshalb in der Praxis oft nicht vorgenommen wurde, erfolgte eine Gesetzesänderung (§ 86 Abs 1 EStG). Ab 1.1.2016 wird die Abzugsteuer somit auch im Rahmen der GPLA (Gemeinsame Prüfung lohnabhängiger Abgaben) geprüft. Continue reading Neuer Fokus bei GPLA: Abzugsteuer auf Honorarzahlungen an ausländische Berater

Quick Facts 2016: Einkommensteuer, Sozialversicherung und Doppelbesteuerungsabkommen

Quickfacts_2016-1Einkommensteuer und Sozialversicherung – zwei Themen, die alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber betreffen, aber auch eine Reihe von Fragen aufwerfen. Wie berechnet sich die Einkommenssteuer? Welche Posten sind steuerlich abzugsfähig? Welche freiwilligen bzw verpflichtenden Beiträge zur Sozialversicherung gibt es? Und welche Sozialversicherungs- und Doppelbesteuerungsabkommen gelten zwischen den Staaten? Continue reading Quick Facts 2016: Einkommensteuer, Sozialversicherung und Doppelbesteuerungsabkommen

Verordnung zur Vermeidung der Doppelbesteuerung mit Taiwan

Das als Verordnung veröffentlichte „Doppelbesteuerungsabkommen“ zwischen Österreich und Taiwan („Gebiet, das dem vom Finanzministerium Taipeh angewendeten Steuerrecht unterliegt“) ist mit 1.1.2015 anwendbar und orientiert sich sowohl am OECD- als auch am UN-Musterabkommen. Die wichtigsten Besonderheiten des neuen DBA werden im Folgenden dargestellt. Continue reading Verordnung zur Vermeidung der Doppelbesteuerung mit Taiwan

Neue höchstgerichtliche Judikatur zum DBA Liechtenstein

Der Verwaltungsgerichtshof hat unlängst entschieden, dass Einkünfte aus einer Tätigkeit in Liechtenstein, die sowohl freiberufliche als auch gewerbliche Elemente umfasst, im Falle eines einheitlichen Betriebes der jeweiligen Zuteilungsnorm des DBA zugeordnet werden müssen. Continue reading Neue höchstgerichtliche Judikatur zum DBA Liechtenstein

BEPS Aktion Nr 6 zur Verhinderung von Abkommensmissbrauch

Bereits im Februar 2013 hat die OECD ihren Bericht über Ursachen und Auswirkungen von Gewinnkürzungen und -verlagerungen multinationaler Unternehmen veröffentlicht („BEPS“). Auf dieser Grundlage entwickelte die OECD einen Aktionsplan, deren einzelne Maßnahmen nunmehr laufend definiert und ausgearbeitet werden. Continue reading BEPS Aktion Nr 6 zur Verhinderung von Abkommensmissbrauch

Update zur gewerblich geprägten Personengesellschaft in Deutschland

Einkünfte österreichischer Gesellschafter einer deutschen vermögensverwaltenden GmbH & Co KG unterlagen bislang in Österreich aufgrund der deutschen Gewerblichkeitsfiktion regelmäßig keiner Besteuerung. Der deutsche Bundesfinanzhof bestritt zuletzt die DBA-rechtliche Wirkung dieser Regelung, was wiederum dem österreichischen BMF Anlass gab, die Verwaltungspraxis zu hinterfragen (vgl unseren Beitrag vom 8.8.2012). In Reaktion auf den BFH schwenkte zwischenzeitlich auch das deutsche BMF um. Zweifel vergangener Jahre im Verhältnis Deutschland-Österreich scheinen ausgeräumt. Continue reading Update zur gewerblich geprägten Personengesellschaft in Deutschland

Neuerungen im Doppelbesteuerungsabkommen mit Liechtenstein

Im Abänderungsprotokoll zum DBA zwischen Liechtenstein und Österreich werden einerseits die Bestimmungen hinsichtlich der Besteuerung von Dividenden und Zinsen angepasst. Andererseits wird mit dem geänderten DBA, das am 1.1.2014 in Kraft treten soll, eine umfassende Amts- und Vollstreckungshilfe festgelegt. Continue reading Neuerungen im Doppelbesteuerungsabkommen mit Liechtenstein

Aktuelle Entwicklungen bei gewerblich geprägten Personengesellschaften

Einkünfte österreichischer Gesellschafter aus einer deutschen vermögensverwaltenden GmbH & Co KG unterlagen bislang aufgrund der im deutschen Recht verankerten Gewerblichkeitsfiktion regelmäßig in Österreich nicht der Besteuerung. Einschlägige Urteile des deutschen BFH geben dem österreichischen BMF Anlass, diese Verwaltungspraxis zu hinterfragen. Continue reading Aktuelle Entwicklungen bei gewerblich geprägten Personengesellschaften

DBA-Rundschau: Bosnien-Herzegowina, Katar und Tadschikistan

Österreich hat drei neue Doppelbesteuerungsabkommen, nämlich mit Bosnien-Herzegowina, Katar sowie Tadschikistan abgeschlossen. Diese neuen DBA folgen weitgehend dem OECD-Musterabkommen. Im Folgenden werden die wichtigsten Besonderheiten der neuen DBA dargestellt. Continue reading DBA-Rundschau: Bosnien-Herzegowina, Katar und Tadschikistan

World Tax Advisor vom 27.1.2012

Der World Tax Advisor vom 27.1.2012 behandelt insbesondere:

  • Frankreich: Sparpaket beschlossen
  • Argentinien: Ausweitung von Steueranreizen
  • Malta: Steuerliche Entwicklungen 2011
  • Panama: Doppelbesteuerungsabkommen mit Luxemburg in Kraft
  • Saudi Arabien: Neues Doppelbesteuerungsabkommen mit Bangladesch in Kraft
  • Uruguay: Neues Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland in Kraft

„Substance over form“ auch bei der Vertreterbetriebsstätte

In der täglichen Beraterpraxis ist die Frage der Begründung bzw die Möglichkeit zur Vermeidung einer steuerlichen Betriebsstätte bei grenzüberschreitender Tätigkeit ein Dauerthema. Die  Begründung einer Betriebsstätte bringt zumeist erheblichen Administrationsaufwand im Umgang mit lokalen Steuerbehörden bzw den Ansprüchen der heimischen Finanzverwaltung mit sich. Das BMF hat sich nun erneut mit der Frage der Vertreterbetriebsstätte auseinandergesetzt.    Continue reading „Substance over form“ auch bei der Vertreterbetriebsstätte

Abzugsteuer bei selbständigen ausländischen Künstlern

Ausländische Künstler unterliegen in vielen Fällen eines Inlandsengagements mit ihrer Vergütung einer pauschalen Abzugsteuer. Schuldner dieser pauschalen Steuer ist der ausländische Künstler selbst, die Verpflichtung zur Durchführung des Steuerabzugs und die Haftung treffen allerdings den inländischen Vertragspartner, der die Vergütung ausbezahlt. Continue reading Abzugsteuer bei selbständigen ausländischen Künstlern

DBA-Update 2011

In 2011 sind vier neue österreichische Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft getreten: Bahrain, Bulgarien, Serbien und Hongkong. Diese neuen DBA folgen weitgehend dem OECD-Musterabkommen (OECD-MA). Im Folgenden werden die wichtigsten Besonderheiten der neuen DBA dargestellt. Continue reading DBA-Update 2011

2010 Update des OECD-Musterabkommens

Der OECD-Rat hat eine umfassende Revision des OECD-Musterabkommens und des diesbezüglichen Kommentars beschlossen. Das OECD-Musterabkommen ist eine Vertragsschablone für Doppelbesteuerungsabkommen. Bei der Verhandlung von bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen legen die Staaten üblicherweise das OECD-Musterabkommen zugrunde und adaptieren dieses. Das 2010 Update beinhaltet u.a. die folgenden Neuerungen. Continue reading 2010 Update des OECD-Musterabkommens

Quellensteuern: Praxistipps zu den Mühen der Rückerstattung

Wenn Dividenden, Zinsen, Lizenzen oder sonstige Vergütungen an ausländische, in Österreich nicht unbeschränkt Steuerpflichtige zu leisten sind, müssen in vielen Fällen Quellensteuern einbehalten und an das Finanzamt abgeführt werden.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Steuerpflichtig ist zwar der ausländische Empfänger der Einkünfte, der inländische Vergütungsschuldner haftet jedoch für die korrekte Einbehaltung und Abfuhr der Steuerabzugsbeträge. DBAs verringern oftmals den Steuerbetrag, der in Österreich verbleibt – im Extremfall auch auf Null. Continue reading Quellensteuern: Praxistipps zu den Mühen der Rückerstattung