Tag Archives: Einkünftezurechnung

Einkünftezurechnung bei zwischengeschalteten Gesellschaften

Durch den mit 2016 neu eingeführten § 2 Abs 4a EStG sollen Einkünfte, die über eine „zwischengeschaltete“ Körperschaft verrechnet werden, in bestimmten Fällen (zB bei höchstpersönlichen Tätigkeiten) direkt der natürlichen Person zugerechnet werden. Mit der Einführung dieser Bestimmung ist der Gesetzgeber der Ansicht des VwGH gefolgt, wonach die Verwendung einer Kapitalgesellschaft als bloße Zahlstelle für die Abrechnung einer Geschäftsführervergütung abzulehnen ist.

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Steuerliche Zurechnung der Einkünfte beim Fruchtgenussrecht

Der Verwaltungsgerichtshof befasste sich in mehreren Erkenntnissen der vergangenen Jahre mit den Voraussetzungen für die Zurechenbarkeit von Einkünften zu einem Fruchtgenussberechtigten. Die Finanzverwaltung hat die wesentlichen Eckpunkte dieser Entscheidungen nunmehr in den Wartungserlass 2015 zu den Einkommensteuerrichtlinien 2000 eingearbeitet, die nachfolgend näher dargestellt werden sollen: Continue reading Steuerliche Zurechnung der Einkünfte beim Fruchtgenussrecht

Einkünftezurechnung bei höchstpersönlichen Tätigkeiten – geänderte Auffassung des BMF

Entwicklung.
Eine bisher häufige Gestaltung war, Einkünfte aus höchstpersönlichen Tätigkeiten (z.B. Aufsichtsrats- oder Stiftungsvorstandsmandate) über eine eigene GmbH abzuwickeln bzw. abzurechnen. Der dazu ergangene Wartungserlass 2008 zu den Einkommensteuerrichtlinien 2000 (EStR) sah bei solchen Tätigkeiten gemäß Rz 104 EStR generell die Zurechnung zur ausführenden natürlichen Person vor. Die strenge Auffassung der Finanzverwaltung wurde in der Folge heftig diskutiert. Im EStR – Wartungserlass 2009 wurden nun vom BMF als „Entschärfung“ in    Rz 104 EStR zwei Abgrenzungskriterien neu geschaffen. Nur wenn beide Kriterien erfüllt sind, hat eine Zurechnung von Tätigkeiten, die über eine GmbH abgerechnet werden, zur natürlichen Person zu erfolgen.

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