Mitarbeiter eines Callcenters als echte Dienstnehmer

Ein Unternehmen bietet im Rahmen so genannter „Homeparties“ Waren zum Verkauf an. Die diesbezüglichen Veranstaltungstermine werden von Mitarbeitern telefonisch unter Verwendung einer vom Unternehmen bereit gestellten Adressdatei vereinbart. Strittig war, ob die Mitarbeiter als echte oder freie Dienstnehmer tätig sind. Der VwGH entschied dazu, dass bereits durch die Weisungsgebundenheit der Mitarbeiter und deren Eingliederung in den geschäftlichen Organismus des Unternehmens eindeutig echte Dienstverhältnisse vorliegen. Zusätzlich tragen die Mitarbeiter auch kein Unternehmerrisiko, sodass die Telefonisten eines Callcenters, mit denen „freie Diensverhältnisse“ abgeschlossen wurden, trotz Freiheit in der Zeiteinteilung, in einem lohnsteuerpflichtigen Dienstverhältnis stehen (VwGH 28.5.2009, 2007/15/0163).

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