Nichtberücksichtigung von Auslandsverlusten vor unbeschränkter Steuerpflicht

Einkünfte, die im Ausland vor Begründung der unbeschränkten Steuerpflicht in Österreich bezogen worden sind, sind gemäß § 1 Abs 3 und § 39 Abs 2 EStG für die Bemessung der Einkommenstuer in Österreich nicht zu berücksichtigen. Das gilt allerdings auch für die vor der Begründung der unbeschränkten Steuerpflicht erlittenen Auslandverluste. Diese kommen daher weder für einen Verlustausgleich nach § 2 Abs 2 EStG, noch für einen Verlustabzug nach § 18 Abs 6 EStG in Betracht (VwGH 28.5.2009, 2008/15/0034). Nach Ansicht des VwGH ist eine Verlustberücksichtigung, die in keinem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den vom Steuerpflichtigen in Österreich erzielten Einkünften steht, mit Hinweis auf das EuGH-Urteil vom 15.5.1997, C-250/95, Rs Futura Participations SA und Singer auch gemeinschaftsrechtlich nicht geboten.

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