Urlaub mit dem Auto: Reparaturen außerhalb der EU können teuer werden!

Wer seinen Urlaub mit dem Auto außerhalb der EU (etwa in Kroatien) verbringt, sollte bei Reparaturen im Ausland Vorsicht walten lassen:

Verlässt man auf einer Urlaubsreise mit dem Auto das Gemeinschaftsgebiet, so ändert sich dessen zollrechtlicher Status. Es wird zur „Nichtgemeinschaftsware“.

Aufgrund einer Ausnahmebestimmung im Gesetz ist das Auto von den Einfuhrabgaben befreit, wenn es innerhalb von drei Jahren ab der Ausreise wieder in das Zollgebiet verbracht wird. Allerdings muss es sich bei der Wiedereinfuhr im gleichen Zustand wie bei der Ausfuhr befinden.

Sollte sich während des Urlaubes ein Unfall ereignen, so sind Reparaturen nur insoweit zulässig, als die aufgrund des Unfalles eingetretenen Schäden behoben werden und das Auto dadurch wieder gebrauchsfähig wird. Ausbesserungen und Instandsetzungsmaßnahmen an schadhaften Fahrzeugen, die über derartige Erhaltungsmaßnahmen hinausgehen, dürfen nicht wertsteigernd sein.

Die österreichischen Behörden sind hier streng: Da in diesen Fällen die Einfuhrabgaben vom Wert des Autos (inklusive Wertsteigerung durch die Reparatur) berechnet werden, kann bereits die – über die notwendige Reparatur hinausgehende – Lackierung eines Kotflügels und einer Autotür zu hohen Einfuhrabgaben führen!


MMag. Astrid Kristof

Wirtschaftspürfer und Steuerberater; Finanzstrafrechtsexperte

akristof@deloitte.at

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