Vorzeitiger Austritt wegen psychischer Belastungssituation am Arbeitsplatz.

Gemäß § 26 AngG ist ein vorzeitiger Austritt eines Angestellten berechtigt, wenn er zur Fortsetzung seiner Dienstleistung unfähig wird oder diese ohne Schaden für seine Gesundheit oder Sittlichkeit nicht fortsetzen kann. Gegenständlich war der vorzeitige Austritt der Dienstnehmerin berechtigt, da es zu einer psychischen Belastungssituation durch Zerwürfnisse und dem Bruch er bisherigen privaten Beziehung zu ihrem damaligen Arbeitgeber kam. Voraussetzung ist aber auch in diesem Fall eine dauerhafte Gesundheitsgefährdung, d.h. dass die psychische Belastung auch bei Vornahme einer Psychotherapie im Ausmaß von einem halben Jahr nicht geheilt werden kann bzw. bei Wiederaufnahme der Arbeit ein Wiederaufleben bzw. eine Verschlechterung des psychischen Zustandes zu erwarten ist (OGH 11.5.2010, 9 Oba 130/ 09x).

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