Möglicher Rücktritt von einer Urlaubsvereinbarung.

Der Zeitpunkt des Urlaubes ist zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse und der Erholungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers zu vereinbaren. Die Urlaubsvereinbarung ist an keine Form gebunden und kann daher auch konkludent erfolgen. Eine Vereinbarung kann durch eine neue Vereinbarung einvernehmlich ersetzt, abgeändert oder auch aufgehoben werden. Liegt ein wichtiger Grund vor, dann kann der Arbeitnehmer wenn dieser seine Person oder Familie betrifft und die Aufrechterhaltung im Hinblick auf den Erholungszweck (zur Gänze oder zum Teil) unzumutbar erscheint einseitig zurücktreten. Liegt insbesondere rechtsmissbräuchlich kein wichtiger Grund vor, so ist die Erklärung nichtig und die Urlaubsvereinbarung bleibt aufrecht (OLG Wien 17.9.2009, 7 Ra 15/09s).

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