Kündigungsschutz bei Änderungskündigung.

Nach § 105 ArbVG unterliegen auch Änderungskündigungen dem allgemeinen Kündigungsschutz. Dabei ist zunächst zu prüfen, ob dem Arbeitnehmer durch die Kündigung erhebliche soziale Nachteile entstehen, die über die normale Interessensbeeinträchtigung bei einer Kündigung hinausgehen. Des Weiteren ist entscheidend, ob dem Arbeitnehmer die Annahme des Angebots des Arbeitgebers zur Änderung der Arbeitsbedingungen zumutbar ist. Dabei kann die Beurteilung nur anhand der Umstände des Einzelfalls vorgenommen werden. Keine wesentliche und somit unzumutbare Interessensbeeinträchtigung liegt nach dem OGH vor, wenn der Arbeitgeber den Mitarbeiter versetzen möchte, oder eine Gehaltsreduktion von 10 % brutto oder auch eine Verringerung des Urlaubsanspruchs auf das gesetzliche Ausmaß angestrebt wird (OGH 22.4.2010, 8 ObA 23/10f).

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