Abbruchkosten eines abbruchreifen Gebäudes.

Nach der Einstellung der Vermietung des Gebäudes angefallene Abbruchkosten können mangels Veranlassungszusammenhang mit den Einnahmen aus der früheren Vermietung nicht als nachträgliche Werbungskosten berücksichtigt werden.

Mangels Zusammenhang mit einer künftigen Einnahmenerzielung liegen auch dann keine Werbungskosten vor, wenn die Abbruchkosten anfallen, um ein neu bebautes Grundstück danach privat zu nutzen. Wird ein abbruchreifes Gebäude jedoch abgerissen, um das unbebaute Grundstück zu veräußern, sind die Aufwendungen diesem Vorgang zuzuordnen und insoweit steuerlich beachtlich, als die Veräußerung der Einkommensteuer unterliegt. Die steuerliche Berücksichtigung der Abbruchkosten ist außerdem geboten, wenn nach Abbruch des bislang vermieteten Gebäudes beispielsweise ein Parkplatz errichtet wird, der ebenfalls vermietet wird. Bei „gemischter Weiterverwendung“ (dh nur teilweiser Zusammenhang mit einer künftigen der Einkommensteuer unterliegenden Einnahmenerzielung) sind die Abbruchkosten auf die von der Vermietungsabsicht betroffenen Teile der Liegenschaft einerseits sowie auf die Restfläche anderseits aufzuteilen (VwGH 25.11.2010, 2009/15/0126).

MMag. Dr. Sabine Heidenbauer, LL.M.
sheidenbauer@deloitte.at

Print Friendly, PDF & Email

Liked this post? Follow this blog to get more.