Frist für Vorsteuerrückerstattung im EU-Ausland nur mehr bis 30.9.2011

Österreichische Unternehmer, die im Kalenderjahr 2010 umsatzsteuerpflichtige Leistungen in anderen EU-Mitgliedsstaaten bezogen haben, können noch bis 30.9.2011 die Rückerstattung der damit in Zusammenhang stehenden Vorsteuern beantragen.

Seit 2010 ist das Vorsteuerrückerstattungs-Verfahren innerhalb der EU wesentlich vereinfacht worden. Österreichische Unternehmer, die Vorsteuern in anderen EU-Mitgliedstaaten geltend machen wollen, haben ihre Vorsteuerrückerstattungsanträge zentral über Finanz­Online bei der österreichischen Finanzverwaltung einzureichen. Bezieht sich der Erstattungsantrag auf einen Erstattungszeitraum von weniger als einem Kalenderjahr, aber auf mindestens drei Monate, so muss der Erstattungsbetrag zumindest EUR 400,00 betragen. Bezieht sich der Erstattungsantrag auf einen Erstattungszeitraum von einem Kalenderjahr oder den Rest eines Kalenderjahres, so darf der Mindesterstattungsbetrag nicht niedriger als EUR 50,00 sein.

Nach elektronischer Übermittlung der Datensätze erhält der Antragsteller eine erste elektronische Bestätigung und eine weitere, nachdem der Antrag im Erstattungsmitgliedsstaat eingelangt ist. Originalbelege sind im elektronischen Verfahren nicht beizulegen, jedoch kann der Erstattungsmitgliedstaat im Zweifelsfall einzelne Rechnungen von über EUR 1.000,00 in Kopie zur Vorlage anfordern. Der Erstattungsmitgliedstaat übermittelt sodann den Bescheid elektronisch an den Antragsteller und das Finanzamt des Ansässigkeitsstaates. Die Überweisung der rückerstatteten Vorsteuer muss sodann innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Die Bearbeitungsfrist beträgt im Normalfall 4 Monate, kann jedoch einmalig auf bis zu 8 Monate ausgeweitet werden. Bei Überschreitung dieser Frist stehen dem Antragsteller Zinsen zu.

Das Online-Verfahren hat den Nachteil, dass pro Erstattungsantrag maximal 40 Rechnungen ohne Zusatz-Software übermittelt werden können. Bei Übermittlung der Erstattungsanträge für einen Erstattungszeitraum von mindestens 3 Monaten bzw. den Rest des Jahres (4 Anträge pro Jahr) kann die Zahl der Rechnungen auf 160 pro Jahr erhöht werden. Ist die Anzahl der Rechnungen allerdings höher als 160 pro Jahr, hat die Übermittlung im Datenstrom-Verfahren mittels eigener Software zu erfolgen.

Deloitte verfügt über eine entsprechende Software, um Sie bei der Übermittlung der Erstattungsanträge im Datenstrom-Verfahren zu unterstützen. Durch unsere Software-Lösung können annähernd unbegrenzt viele Datensätze im Datenstrom-Verfahren abgewickelt werden. Der Antragsteller erzielt dadurch sowohl eine Kosten- als auch eine Zeitersparnis.

Breaking Tax News Nr 23 2011 DEUTSCH

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