Können private Ausgaben die Steuerlast reduzieren?

Private Ausgaben steuerlich geltend machen klingt nach einem unerfüllbaren Wunschzettel an den Finanzminister, schließlich weiß der geplagte österreichische Steuerzahler, dass im Grunde nur berufliche Ausgaben abgezogen werden dürfen. Wenn es um private Ausgaben geht, heißt eines der Zauberworte jedoch „außergewöhnliche Belastung“.  Hintergrund ist, dass die Gesellschaft die private Belastung eines Steuerzahlers mittragen soll, wenn dieser in eine Ausnahmesituation gerät.

Voraussetzungen.
Die steuerliche Anerkennung setzt voraus:

  • Außergewöhnlichkeit: Die Aufwendungen müssen höher als jene sein, die der Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnisse erwachsen.
  • Zwangsläufigkeit: Der Steuerpflichtige kann sich den Aufwendungen aus tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen.
  • Die Aufwendungen müssen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerzahlers wesentlich beeinträchtigen.
  • Unbeschränkte Steuerpflicht in Österreich.

Abgrenzung.
Es gilt zu unterscheiden zwischen außergewöhnliche Belastungen, welche

  • in voller Höhe ohne Selbstbehalt absetzbar sind,
  • bis zu einem Maximalbetrag abzugsfähig sind,
  • mit einem Pauschalbetrag abgezogen werden dürfen,
  • nur bei Übersteigen des Selbstbehalts absetzbar sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andreas Kapferer
akapferer@deloitte.at

 

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