UFS-Kurznews: Aufwendungen für ein Navigationsgerät als Werbungskosten

In seiner Arbeitnehmerveranlagung machte der Abgabepflichtige zusätzlich zum Kilometergeld Werbungskosten für die Anschaffung eines Navigationssystems geltend, welche vom Finanzamt nicht erkannt wurden. In seiner Berufung führte der Berufungswerber aus, dass er das Navigationsgerät nur für seine beruflich veranlassten Fahrten angeschafft habe und ausschließlich dafür verwende.

Entscheidung des UFS.
Es sei durchaus üblich, dass ein handelsübliches Navigationssystem im privaten Bereich eingesetzt werde. Es könne auch auf bekannten Strecken verwendet werden, da es beispielsweise ermögliche, aktuelle Verkehrsmeldungen zu empfangen. Zulässig ist, die Anschaffungskosten im Rahmen der tatsächlichen KFZ-Kosten verhältnismäßig auf die betriebliche und private Nutzung aufzuteilen. Im vorliegenden Fall hat der Steuerpflichtige jedoch seine Werbungskosten mittels Kilometergeld ermittelt. Die Werbungskosten ergeben sich dabei aus den gefahrenen Kilometern und nicht aus den tatsächlich angefallenen Aufwendungen. Die Kosten für ein Navigationsgerät sind bereits vom Pauschalsatz pro Kilometer erfasst und dürfen nicht zusätzlich abgezogen werden. Der UFS hat daher den Abzug der Anschaffungskosten für das Navigationsgerät versagt (UFS, Wien vom 22.8.2011, RV/1496-W/11).

 

 

 

 

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