BMF Kurz-News: Sachbezugswerte bei Wohnraum

Wenn ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer kostenlos oder verbilligt eine arbeitsplatznahe Unterkunft (zB Wohnung, Appartement, Zimmer) überlässt, die auf die Nutzung im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit ausgerichtet ist, ist ein Sachbezug anzusetzen.

Der Sachbezugswert richtet sich nach dem Quadratmeterwert gem § 5 Richtwertgesetz. In der derzeit gültigen Regelung kommt  es immer wieder zu Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen „einfachen“ nicht sachbezugspflichtigen und „vollwertigen“ sachbezugspflichtigen Unterkünften.

Änderung.
Ergänzend zu der derzeitig gültigen Sachbezugswerteverordnung sollen durch die Verordnung zur Änderung der Sachbezugswerteverordnung die Quadratmeter für Lohnzahlungszeiträume ab 1.1.2013 neu geregelt werden. Bis zu einer Größe von 30 m² ist kein Sachbezug mehr anzusetzen. Beträgt die Größe zwischen 30 m² und 40 m² ist ein Abschlag von 35 % vom Sachbezugswertzu berücksichtigen. Der Abschlag ist allerdings nur abzuziehen, sofern die arbeitsplatznahe Unterkunft vom selben Arbeitgeber höchstens 12 Monate zur Verfügung gestellt wird (idR bei saisonalen Betrieben im Hotel- und Gastgewerbe). Wenn innerhalb von einem Monat beim identen Arbeitgeber ein neues Dienstverhältnis begründet wird, ist die Zeitdauer für die Zurverfügungstellung der arbeitsplatznahen Unterkunft  kumuliert zu sehen.

Fazit.
Wie ersichtlich, kommt der Größe der Unterkunft aus steuerlicher Sicht immer mehr Bedeutung zu. Da aber eine Unterkunft unter einer Nutzfläche von 30 m² nicht als mietrechtliche Normwohnung zählt, ist es nachvollziehbar, dass für darunterliegende Unterkünfte kein steuerpflichtiger Sachbezugswert in Ansatz kommen soll. Die Veröffentlichung der Verordnung bleibt abzuwarten.

 

 

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