Neue steuerliche Anreize für Photovoltaikanlagen & Co

Der Nationalrat behandelt derzeit eine Regierungsvorlage zum Elektrizitätsabgabegesetz, die bereits mit 1.7.2014 in Kraft treten soll. Der Verbrauch selbst hergestellter elektrischer Energie unterliegt grundsätzlich der Elektrizitätsabgabe in Höhe von EUR 0,015 je kWh.

Neue Befreiung.

Bereits jetzt gibt es eine Ausnahme für Erzeuger, die im Jahr nicht mehr als 5.000 kWh elektrischer Energie produzieren. Für den Eigenverbrauch elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen soll nun noch ein weiterer Freibetrag von 25.000 kWh/Jahr eingeführt werden. Nach den Erläuterungen soll dies eine weitgehende Befreiung der nachhaltigen Stromerzeugung von der Elektrizitätsabgabe bewirken (man rechnet damit, dass dies auf rund 90 % der in Betrieb befindlichen Photovoltaikanlagen zutreffen wird).

Durchführung.

Umfasst ist die Energieerzeugung aus erneuerbaren Primärenergiequellen wie zB Photovoltaik, Kleinwasserkraftwerke, Biogas und Windenergieanlagen. Zur Inanspruchnahme des Freibetrages ist eine Messung der selbst verbrauchten Menge elektrischer Energie erforderlich, außer die tatsächlich mögliche maximale Erzeugungsmenge der Anlage pro Jahr überschreitet nicht die Grenze von 25.000 kWh.

Verwaltungsvereinfachung.

Zur Verwaltungsvereinfachung ist weiters vorgesehen, dass die Abgabe gar nicht erhoben wird, wenn die Steuerschuld eines Jahres den Betrag von EUR 50 nicht übersteigt. Beträgt die monatliche Steuerschuld nicht mehr als EUR 50, so ist sie (anstatt der ansonsten vorgesehenen monatlichen Einhebung) jahresweise nur einmal für das gesamte Jahr zu entrichten.

Ausblick.

Die Neuerungen sollen für Vorgänge ab 1.7.2014 in Kraft treten und auch bereits die Veranlagung 2014 betreffen. Die Gesetzwerdung bleibt abzuwarten.

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Georg Erdélyi

Georg Erdélyi

Director| Deloitte Tax
Telefon: +43 1 537 00 5650
Mail: gerdelyi@deloitte.at

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