Tax News Nr 3/2015

TN_3_2015_final-1Als „größte Entlastung der zweiten Republik“ wurde sie uns angepriesen, die derzeit als Positionspapier vorliegende Steuerreform 2015/16. Damit auch Sie der Vergleich sicher macht, stellt das BMF auf seiner Homepage einen „Entlastungsrechner“ zur Verfügung, mit welchem Sie Ihre voraussichtliche persönliche Entlastung ab dem 1.1.2016 berechnen können.Durch die Absenkung des unangemessen hohen Eingangssteuersatzes von 36,5 auf erträgliche 25% und Erhöhung der Progressionsstufe für den 50% Steuersatz von EUR 60.000 auf EUR 90.000 wird sich für die meisten Steuerpflichtigen wohl tatsächlich eine nennenswerte Steuerentlastung ergeben. Von der zweiten Maßnahme sollte man sich jedoch nicht zu viel erwarten, denn hier wird der Steuersatz lediglich auf 48% gesenkt.

Der Löwenanteil der Finanzierung soll durch verschärfte Steuereintreibung (Stichworte: Registrierkassen und Bankgeheimnis) in der unternehmerischen Schattenwirtschaft aufgebracht werden. Damit dies nicht zu gröberen Verwerfungen führt, ist Deloitte bemüht für die Vergangenheit eine Amnestielösung einzubringen; unser Vorschlag wird derzeit geprüft.

Daneben sind jedoch auch diverse Steuererhöhungen geplant. Je nachdem zB wie hohe Dividenden Sie beziehen (KESt 27,5 statt 25%) oder wie oft Sie ins Kino gehen (Umsatzsteuer 13 statt 10%) finanzieren Sie die Steuerentlastung gleich wieder mit. Damit Sie Ihre persönliche Entlastungsrechnung komplettieren können, finden Sie in dieser Ausgabe unserer TaxNews eine Übersicht über die im Rahmen der Steuerreform 2015/16 geplanten Maßnahmen.

Jetzt warten wir daher gespannt auf die nächsten Schritte: tatsächliche Einsparungen zur Finanzierung weiterer Steuerentlastungen.

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Georg Erdélyi

Georg Erdélyi

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