Tax News Nr 6/2015

GesamtPDF-1Die Regierungsvorlage zum Steuerreformgesetz 2015/16 wurde am 16. Juni im Ministerrat beschlossen und sodann im Nationalrat eingebracht. Die Beschlussfassung ist für Mitte Juli vorgesehen.

Falls Sie prüfen möchten, ob Sie 2016 tatsächlich eine steuerliche Entlastung Ihres persönlichen Faktors Arbeit Einkommens erwarten dürfen, steht Ihnen dafür der Entlastungsrechner des BMF zur Verfügung. Den je nach Verbrauch (>120/130 Gramm CO2/km) erhöhten PKW-Sachbezug müssen Sie dabei selbst eingeben. Wenn Sie zu der derzeit noch relativ überschaubaren Gruppe von Personen gehören sollten, die ein Elektrofahrzeug überlassen bekommen, dürfen Sie sich freuen und hier Null eintragen.

Mit der Vereinfachung der Steuergesetze ist es wieder einmal nichts geworden. Ganz im Gegenteil sind insbesondere die Regelungen zur Grunderwerbsteuer ausgesprochen komplex geraten. Die im Vorfeld diskutierte verhältnismäßig niedrige Steuerbelastung bei Schenkung/ Vererbung einer Liegenschaft zB durch beide Elternteile an ein Kind wurde nun leider (voraussichtlich) ausgehebelt.

Auch bei der Einlagenrückzahlung droht eine komplexe Bestimmung die unternehmerischen Spielräume deutlich einzuengen. Die Notwendigkeit dazu erscheint jedoch vor dem Hintergrund, dass Dividenden und Veräußerungsgewinne ohnedies gleich besteuert werden, eher fragwürdig. Die geringe Hoffnung bleibt, dass diese Bestimmung im weiteren Gesetzgebungsverfahren doch noch entschärft wird.

In unserer aktuellen Ausgabe haben wir uns nicht nur mit einzelnen Themenbereichen im Detail befasst, sondern wir beleuchten auch, welche Auswirkungen die Steuerreform 2015/16 auf einzelne Branchen, wie Kunst und Kultur bzw die Hotellerie haben wird. Hier lässt sich auch noch eine gewisse Steuerersparnis erzielen, wenn Sie Ihr Abo 2016 bzw Ihren nächsten Urlaub noch vor dem 1.9.2015 buchen und bezahlen.

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Georg Erdélyi

Georg Erdélyi

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