Tax News Nr 7/2015

GesamtPDF_7_2015-1Die Steuerreform 2015/16 wurde mittlerweile im Parlament beschlossen und sollte demnächst im Bundesgesetzblatt kundgemacht werden.

Über einen Abänderungsantrag im Nationalrat wurde die Einschränkung der Einlagenrückzahlung nun doch etwas entschärft. Ordentliche Kapitalrückzahlungen sind demnach auch dann als steuerneutrale Einlagenrückzahlungen zu behandeln, wenn auf dem Innenfinanzierungskonto Gewinne ausgewiesen sind. Anstatt der zur Vermeidung der Gesellschaftsteuer bislang beliebten (und im Ausland oft unverstandenen) „Großmutterzuschüsse“ werden daher zukünftig verstärkt die Notare im Rahmen von Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen tätig werden. Diese sind ab 1.1.2016 etwas günstiger, da die Gesellschaftsteuer dann ausläuft. Jedoch geht die zeitliche Flexibilität verloren, denn die Kapitalherabsetzung ist mit einem Gläubigeraufruf und einer dreimonatigen Wartefrist verbunden.

Die Regelung hinsichtlich steuerfreier Mitarbeiterrabatte (ausgehend vom Letztverbraucherpreis abzüglich üblicher Nachlässe) ist mit 20% recht großzügig ausgefallen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass diese Grenze auch tatsächlich eingehalten wird, denn ansonsten ist „nur“ ein Rabatt von EUR 1.000 pro Jahr steuerfrei.

Nachdem wir uns in den letzten Ausgaben überwiegend mit der Steuerreform 2015/16 beschäftigt haben, können wir uns nun wieder verstärkt anderen brennenden Themen zuwenden. So finden Sie in der aktuellen Ausgabe unserer Tax News auch einen Überblick über die Änderungen im Bilanzstrafrecht.

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Georg Erdélyi

Georg Erdélyi

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