Update zur Werbungskostenpauschale für Expatriates

Im Rahmen der Steuerreform 2015/16 war auch die Einführung eines Werbungskostenpauschale für Expatriates von bis zu EUR 2.500 jährlich vorgesehen. Mittels Änderung der Verordnung BGBl 382/2001 wurde nun ein Höchstbetrag von EUR 5.000 beschlossen, der bereits ab 2016 in der Lohnverrechnung berücksichtigt werden kann.

Expatriates.

Die Voraussetzungen des Entwurfs wurden durch die mit BGBl II Nr. 240/2015 geänderte BMF-Verordnung über die Aufstellung von Durchschnittssätzen für Werbungskosten bestätigt und entsprechen jenen des Abschnittes 16.4 der Lohnsteuerrichtlinien „Steuerliche Behandlung von Kostenersätzen an Expatriates“:

  • Arbeitnehmer eines ausländischen Arbeitgebers;
  • Dienstverhältnis in Österreich für höchstens fünf Jahre (Konzerngesellschaft oder Betriebsstätte);
  • kein Wohnsitz in Österreich in den letzten zehn Jahren;
  • Wohnsitz im Ausland wird beibehalten;
  • Österreich hat ein Besteuerungsrecht auf die Einkünfte.

Bemessungsgrundlage für das Pauschale sind die Bruttobezüge, abzüglich der steuerfreien Bezüge und der sonstigen Bezüge, soweit diese nicht wie ein laufender Bezug nach dem Lohnsteuertarif zu versteuern sind.

Fazit.

Im Vergleich zum Entwurf wurde das Werbungskostenpauschale für Expatriates mit bis zu EUR 5.000 nun in doppelter Höhe festgelegt. Vielen Expatriates wird zwar aufgrund von höheren Kosten der doppelten Haushaltsführung die Arbeitnehmerveranlagung nicht erspart bleiben, jedoch kann durch das neue Pauschale bereits laufend ein höheres Nettogehalt bezogen werden.

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Barbara Kiesenhofer

Barbara Kiesenhofer

Senior Assistant | Deloitte Tax | Telefon: +43 1 537 00 5727 | E-Mail senden

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