Tax News Nr 12/2016

deckblattViele Gesetzesvorhaben wurden im Laufe des vergangenen Jahres angekündigt und zum Teil auch umgesetzt: So haben wir über die neuen Verpflichtungen im Bereich der Verrechnungspreise umfangreich berichtet – die Finanzverwaltung wird nun einige Zeit damit beschäftigt sein, die Meldungen von Konzernunternehmen zum Country-by-Country Reporting zu bearbeiten. Des Weiteren werden Sonderausgaben ab sofort elektronisch gemeldet und ab April müssen Registrierkassen sicher sein. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Übersicht zu den Neuerungen ab 2017.


Auf einige Neuregelungen müssen wir jedoch weiterhin warten. So wurden das Start-up Paket und das Wirtschaftspaket – unter anderem mit einer neuen Investitionszuwachsprämie für KMU und einer unter Bedingungen nochmals erhöhte Forschungsprämie – zwar angekündigt, aber (noch) nicht per Gesetz umgesetzt. Ausgesprochen bedauerlich ist auch, dass die Abschaffung der kalten Progression vorerst im Sande zu verlaufen scheint.

Ambitioniert klingen jene Themenbereiche, die im Rahmen des BMF/BKA-Projektes zur Deregulierung angedacht werden. Darin enthalten ist E-Mails als Korrespondenzmöglichkeit mit den Finanzbehörden zuzulassen und die schon oft genannten
Vereinfachungen bei der Lohnverrechnung.

Falls Ihnen in der zweiten Jahreshälfte ein Einkommensteuerbescheid ins Haus flattern sollte, ohne dass Sie überhaupt eine Arbeitnehmerveranlagung eingereicht haben, brauchen Sie sich nicht zu wundern. Denn ab 2017 gibt es in bestimmten Fällen (insbesondere bei Jobbeginn oder -wechsel; ab 2018 auch für Sonderausgaben) eine automatische Arbeitnehmerveranlagung. Aber Achtung: Wenn Sie zusätzliche Wünsche an das Finanzamt haben, müssen Sie auch weiterhin selbst eine Steuererklärung abgeben.

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Georg Erdélyi

Georg Erdélyi

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