Mit 1.1.2018 geplantes Bonus-Malus-System tritt nicht in Kraft

Nachdem die im Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz verankerten Werte betreffend die Beschäftigungsquoten älterer Dienstnehmer (ab 55 Jahren) überschritten wurden (BGBl II 278/2017), treten die ab 1.1.2018 vorgesehenen Konsequenzen des Bonus-Malus-Systems nicht in Kraft.

Ziele des Bonus-Malus-Systems.

Aufgrund der Alterung der österreichischen Bevölkerung soll der Anteil älterer Dienstnehmer, welcher im EU-Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt liegt, angehoben werden. Insofern wurden für insgesamt drei Altersgruppen (Männer: 55 bis 59 Jahre und 60 bis 64 Jahre; Frauen: 55 bis 59 Jahre) gesetzlich unterschiedliche Beschäftigungsquoten festgelegt, welche jeweils zum Stichtag per 30.6.2017 überprüft wurden.

Nichteintritt der geplanten Konsequenzen.

Da die festgelegten Zielwerte überschritten wurden, treten die diesbezüglich geplanten Bestimmungen nicht in Kraft. Diese hätten grundsätzlich ab 1.1.2018 für die Erreichung bzw Überschreitung des Anteils älterer Dienstnehmer im betreffenden Unternehmen (im Vergleich zum Anteil älterer Dienstnehmer in der jeweiligen Branche) als Bonus eine Senkung der Lohnnebenkosten iHv 0,1% des Dienstgeberbeitrages zum FLAF und bei Unterschreitung der Dienstgeberquote als Malus eine doppelte Auflösungsabgabe (iHv von ca EUR 256) bei Beendigung von Dienstverhältnissen vorgesehen. Darüber hinaus wurde nun auch der gänzliche Entfall der Auflösungsabgabe ab 1.1.2020 beschlossen (BGBl I 154/2017).

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Philipp Bugelnig

Philipp Bugelnig

Assistant | Deloitte Tax
Telefon: +43 1 537 00 6136
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