WiEReG-Meldung noch nicht erfolgt? Finanzämter versenden Zwangsstrafenandrohungen!

Die Frist für Meldungen an das Wirtschaftliche Eigentümer Register ist nach einmaliger (faktischer) Verlängerung mit 16.08.2018 abgelaufen (siehe unseren Beitrag vom 6.8.2018). Rechtsträgern, die ihren Pflichten, ihre wirtschaftlichen Eigentümer zu ermitteln und diese in das Register einzutragen, bislang nicht nachgekommen sind, erhalten dieser Tage ein Schreiben des für sie zuständigen Finanzamtes.

Dieses als „Erinnerung“ titulierte Schreiben ist nicht nur eine gut gemeinte Handlungsaufforderung, sondern enthält auch eine Androhung für Zwangsstrafen.

Die Schreiben zur Androhung einer Zwangsstrafe (zB EUR 1.000) enthalten eine von der Behörde festgesetzte Nachfrist für die Erstattung der Meldung. Erfolgt die Meldung innerhalb dieser regelmäßig großzügig bemessenen Frist (rund 3 Monate), kann die tatsächliche Festsetzung einer Zwangsstrafe noch vermieden werden.

Wenngleich die Schreiben der Finanzverwaltung eine Nachfrist enthalten, sollten noch offene Meldungen umgehend erstattet werden. Dies deshalb, da eine grob fahrlässige oder vorsätzliche Falsch- bzw Nichtmeldung mit einer Geldstrafe bis zu EUR 100.000 bzw EUR 200.000 geahndet werden kann.

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Alexander Lang

Alexander Lang

Partner | Deloitte Tax
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