Update – Neuregelung der Kammerumlage 1 ab 2019

Rückblick.

In unserem Beitrag vom 14.5.2018 haben wir über die Novellierung des Wirtschaftskammergesetzes (WKG) berichtet. Diese Novellierung beinhaltete neben der Änderung der Berechnungsmethode auch die Einführung eines degressiven Staffeltarifs für die Kammerumlage 1 (KU 1).

Beschlussfassung Schwellenwerte.

Das Erweiterte Präsidium der Wirtschaftskammer hat nun mit Beschluss vom 11.10.2018 die der Hebesätze und Schwellenwerte für die KU 1 festgelegt.  Die Schwellenwerte gemäß § 122 Abs 1 WKG wurden mit EUR 3 Mio (niedrigerer Schwellenwert) bzw EUR 32,5 Mio (höherer Schwellenwert) festgelegt. Der Umlagensatz beträgt einheitlich für alle Landeskammern 0,17 vH der Bemessungsgrundlage iSd § 122 Abs 1 WKG (siehe hierzu im Detail unseren oben genannten Beitrag). Der Beschluss über die neuen Schwellenwerte tritt gemeinsam mit den novellierten Bestimmungen des WKG mit 1.1.2019 in Kraft.

KU 1 bei Banken und Versicherungen.

Die Berechnung der KU 1 für Banken und Versicherungen wird auch weiterhin gesondert geregelt. Der Umlagesatz der Bemessungsgrundlage wurde ab 2019 mit 0,037 vH festgelegt, die Schwellenwerte gemäß § 122 Abs 3 WKG betragen EUR 24 Mio (niedrigerer Schwellenwert) bzw EUR 260 Mio (höherer Schwellenwert). Auch bei Banken und Versicherungen ist ab nächstem Jahr der Hebesatz degressiv gestaltet. Für Bemessungsgrundlagen, die zwischen dem ersten und zweiten Schwellenwert liegen, kommt ein um 5%, für Bemessungsgrundlagen über dem zweiten Schwellenwert ein um 12% verminderter Prozentsatz zur Anwendung.

Fazit.

Durch die Novellierung des WKG sollen die Kammermitglieder mittels Einführung eines degressiven Staffeltarifs ab 2019 entlastet werden. Mittels Beschluss des Erweiterten Präsidiums wurden nun die neuen Schwellenwerte und Umlagesätze für die KU 1 festgesetzt.

Print Friendly, PDF & Email
Bianca Wöhrer

Bianca Wöhrer

Senior Assistant | Deloitte Tax Telefon: +43 1 537 00 7224 Mail: bwoehrer@deloitte.at

Liked this post? Follow this blog to get more.