Category Archives: Unternehmensbesteuerung

Betriebsprüfung und Umsatzschätzung – UFS-Absage an neue Methode

Der UFS hat in einer Entscheidung ausgesprochen, dass eine in den letzten Jahren von der Finanzverwaltung stark propagierte statistische Prüfungstechnik bei Betriebsprüfungen weder für eine Verprobung der Vollständigkeit von Erlösen noch für eine allfällige Schätzung der Besteuerungsgrundlagen geeignet ist. Continue reading Betriebsprüfung und Umsatzschätzung – UFS-Absage an neue Methode

Steuersparen durch pauschale Absetzposten

Das neue Jahr 2010 hat begonnen –Zeit sich Gedanken über die Steuererklärung 2009 zu machen. Anstatt Rechnungen zu sammeln und Unterlagen zu suchen, die Ihre Ausgaben belegen, besteht oft die Möglichkeit Betriebsausgaben oder Werbungskosten pauschal – ohne belegmäßigen Nachweis oder tatsächlichen Aufwand – geltend zu machen. Continue reading Steuersparen durch pauschale Absetzposten

Cash-wirksame Förderungen jetzt abholen!

Gerade in Zeiten der Krise versuchen viele Unternehmen den Gewinn durch Kosteneinsparungen zu stabilisieren. Die vielfältigen Förderungsmöglichkeiten – direkte (Investitions-)Zuschüsse, Übernahme von Haftungen und Garantien, zinsgünstige Darlehen und vielfältige Steuervergünstigungen – werden jedoch von den meisten Unternehmen gar nicht oder nur unzureichend ausgeschöpft.

Meist durch mangelnde Zeit und dem Fehlen eines Experten, bleiben in etlichen Unternehmen des Öfteren Förderpotentiale auf der Strecke. Gerade wenn Konkurrenzunternehmen dieses Potential an vielfältigen Förderungsmöglichkeiten ausschöpfen, können dadurch erhebliche Wettbewerbsnachteile entstehen! Continue reading Cash-wirksame Förderungen jetzt abholen!

Wer forscht, wird vom Fiskus belohnt

Das österreichische Steuerrecht sieht für Forschung und Entwicklung eine Reihe von steuerlichen Begünstigungen vor. Hat ein Steuerpflichtiger Aufwendungen für Forschung oder experimentelle Entwicklung, stehen ihm für diese Aufwendungen mehrere Möglichkeiten offen. Der Fiskus zahlt auf Antrag 8% Forschungsprämie von diesen Aufwendungen. Weiters besteht die Möglichkeit, anstelle einer Prämie einen Forschungsfreibetrag in Höhe von 25% dieser Aufwendungen zu beantragen. Der Unterschied zwischen Prämie und Freibetrag besteht darin, dass die Prämie in Geld an den Steuerpflichtigen ausbezahlt wird, der Freibetrag hingegen die Steuerbasis und damit die Steuerbelastung mindert. Eine Prämie wird immer dann zu bevorzugen sein, wenn es sich beim Steuerpflichtigen um eine Kapitalgesellschaft handelt, weil die Steuerwirkungen des Freibetrags lediglich 6,25% betragen (25% Körperschaftsteuerersparnis von 25% Freibetrag). Bei natürlichen Personen wird der Freibetrag erst dann attraktiver, wenn der Grenzsteuersatz bei mehr als 32% liegt, denn dann ist die Steuerersparnis bei Inanspruchnahme des Freibetrags größer als die Prämie. In Jahren, in denen ein steuerlicher Verlust erzielt wird, wird die Prämie idR zu bevorzugen sein, weil eine sofortige Steuerersparnis durch Inanspruchnahme des Freibetrags nicht möglich ist. Continue reading Wer forscht, wird vom Fiskus belohnt

Steuererleichterungen für Holdinggesellschaften sowie für Lizenzen und Zinsen trotz Wirtschaftskrise?

Auch in Zeiten von Wirtschaftskrise, Konjunkturprogrammen und Budgetnöten darf auf eine vorausschauende Standortpolitik nicht vergessen werden; neben den Steuerdomizilen wie Malta und Zypern locken auch andere EU-Staaten mit Verbesserungen und Zuckerln. So soll das niederländische Schachtelprivileg (Steuerbefreiung für Dividenden und Veräußerungsgewinne) mit 01.01.2010 vereinfacht werden, indem auch Portfolio-Beteiligungen (Beteiligung unter 5%) unter die Begünstigung fallen können, wenn die Tochtergesellschaft zumindest einem Steuersatz von 10% unterliegt und die Gesellschaft nicht überwiegend passiv tätig ist. In Österreich hat man es ja leider verabsäumt, trotz der Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 34% auf 25% die Steuersatzgrenze von 15% anzupassen; eine Herabsetzung auf 10% wäre dringend notwendig. Continue reading Steuererleichterungen für Holdinggesellschaften sowie für Lizenzen und Zinsen trotz Wirtschaftskrise?

Verbindliche Rulings auf der Agenda des Gesetzgebers

Lange ersehnt, international wohl schon Standard: verbindliche Rechtsauskünfte über noch nicht verwirklichte Sachverhalte („Advance Rulings“) in Steuerfragen sollen auch in die österreichische (Steuer-)Rechtskultur eingeführt werden. Im BMF wird derzeit an einem Gesetzesentwurf gearbeitet. Mit etwas Optimismus soll das Advance Ruling bereits im Frühjahr 2010 Realität werden.

Das neue Advance Ruling soll in Zukunft neben den bereits bisher möglichen Auskünften durch Finanzamt oder BMF etabliert werden. In der Tat hat die aktuelle „Ruling-Praxis“ einige Schwächen, die in der internationalen Steuerlandschaft immer weniger Akzeptanz finden: Echte Rechtssicherheit in Form einer Bindungswirkung der Finanzbehörden bieten Auskünfte derzeit nämlich nicht. Derzeit bleibt einem Steuerpflichtigen, der auf eine Auskunft vertraut, die sich später als falsch herausstellt (zB durch neuere Judikatur) nämlich nur der Weg, eine unerwartet festgesetzte Steuer im Nachsichtsverfahren zu beseitigen. Wie die Erfolgschancen auf (komplette) Nachsicht der Steuer stehen, hängt vom konkreten Fall ab. Continue reading Verbindliche Rulings auf der Agenda des Gesetzgebers

Steuerliche Aspekte bei der Veranlagung von Körperschaften öffentlichen Rechts

Besteuerung von Körperschaften öffentlichen Rechts (kurz: KöR). KöR (zB Gebietskörperschaften, gesetzliche Interessenvertretungen, Sozialversicherungsträger, Religionsgemeinschaften ua.) nehmen im Steuerrecht eine besondere Stellung ein: Sie unterliegen der unbeschränkten Steuerpflicht nur dann, wenn sie privatwirtschaftlich im Rahmen eines sogenannten Betriebs gewerblicher Art (kurz: BgA) tätig werden. Sie werden dabei steuerlich wie Kapitalgesellschaften behandelt, die aus der Tätigkeit resultierenden Gewinne unterliegen der 25 %igen Körperschaftsteuer. Anders ist die Besteuerung von KöR geregelt, wenn diese hoheitlich tätig werden. In diesem Bereich sind KöR nur beschränkt mit jenen Einkünften steuerpflichtig, bei den die Steuer durch Steuerabzug erhoben wird. Diese beschränkte Steuerpflicht erfasst damit primär Kapitaleinkünfte (insbesondere Zinsen und Dividenden), die der Kapitalertragsteuer (KESt) iHv 25 % unterliegen. Continue reading Steuerliche Aspekte bei der Veranlagung von Körperschaften öffentlichen Rechts

VwGH verschärft Kriterien

Für Beteiligungen ist eine steuerliche Zuschreibungspflicht nach außerplanmäßiger Abschreibung (Impairment) normiert, soweit eine Zuschreibung nach Maßgabe der GoB zulässig ist. Wurde eine Teilwertabschreibung vorgenommen und erfolgt in späteren Geschäftsjahren eine Wertaufholung, so ist diese Wertaufholung sowohl unternehmensrechtlich als auch steuerlich bis zum Betrag der Anschaffungskosten gewinnerhöhend zuzuschreiben.

Eine Zuschreibungspflicht nach einer früheren außerplanmäßigen Abschreibung (Teilwertabschreibung) ist gemäß § 208 Abs 1 UGB dann vorzunehmen, wenn „die Gründe dafür nicht mehr bestehen“. Continue reading VwGH verschärft Kriterien

§ 10 KStG-aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009

EU Dividenden bevorzugt

Der österreichische Gesetzgeber hat vor dem Hintergrund der höchstgerichtlichen Judikatur die Dividendenbesteuerung für Unternehmen neu geregelt. Ab sofort besteht die Möglichkeit einer Steuerbefreiung für EU-Dividenden aus Beteiligungen unter 10% (sogenannte Portfoliodividenden). Konkret sind nun zusätzlich zur weiterhin unverändert geltenden Internationalen Schachtelbeteiligung (mindestens 10% Beteiligung, ein Jahr ununterbrochene Haltedauer), welche bei Vorliegen aller Voraussetzungen vorrangig gelten soll, Dividenden von Gesellschaften aus EU/EWR-Staaten unabhängig von Höhe und Dauer der Beteiligung von der Körperschaftsteuer befreit. Die Anwendung der Befreiung setzt voraus, dass die ausschüttende Gesellschaft in ihrem Sitzstaat tatsächlich einem lokalen Körperschaftsteuersatz von zumindest 15 Prozent unterliegt. Continue reading § 10 KStG-aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009

Deloitte TaxWorkbook – Das Reporting-Tool für Ihre Steuern

 Jedes Unternehmen kann seine Prozesse im Bereich Steuerplanung und -administration optimieren. Einen wesentlichen Beitrag dazu könnte der Einsatz eines innovativen und effizienten Steuerreporting-Tools leisten. Vor und während der Implementierung eines Steuerreporting-Tools bietet es sich an, gemeinsam mit dem Steuerberater die verbundenen Prozesse zu analysieren und gegebenenfalls Aufgabenverteilungen im Unternehmen neu zu überdenken. Daraus resultiert eine Effizienzsteigerung und eine Kostenreduktion im Unternehmen, welche sich wiederum positiv auf die Unternehmensliquidität auswirken. Continue reading Deloitte TaxWorkbook – Das Reporting-Tool für Ihre Steuern