Steuerfreie Widmung von Immobilien an Privatstiftungen ?

Der Wortlaut des Gesetzes ermöglicht den Transfer von Immobilien in eine Stiftung ohne Grunderwerbsteuer nach dem Schenkungsmeldegesetz 2008 (SchenkMG 2008).

Steuerbelastung bei Immobilienwidmungen. Vermögenswidmungen an eine Stiftung sind nach dem neuen Siftungseingangssteuergesetz grundsätzlich mit einem Steuersatz in Höhe von 2,5 % belastet. Im Falle einer Immobilie erhöht sich dieser Steuersatz um das Grunderwerbsteuer-Äquivalent von 3,5 % sowie um die gerichtliche Eintragungsgebühr in Höhe von 1 %, womit die Gesamtbelastung 7 % beträgt. Als Bemessungsgrundlage für die Stiftungseingangssteuer und das Grunderwerbsteueräquivalent (bzw. die gerichtliche Eintragungsgebühr) dient nach wie vor der dreifache Einheitswert der gewidmeten Immobilie, welcher regelmäßig deutlich unter dem Verkehrswert liegt. Obwohl diese Bewertungsvorschrift der eigentliche Grund für die Aufhebung des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes war, bleibt diese Bestimmung zur Bemessungsgrundlagenermittlung in Bezug auf das Stiftungseingangssteuergesetz weiterhin bestehen. Continue reading Steuerfreie Widmung von Immobilien an Privatstiftungen ?

§ 10 KStG-aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009

EU Dividenden bevorzugt

Der österreichische Gesetzgeber hat vor dem Hintergrund der höchstgerichtlichen Judikatur die Dividendenbesteuerung für Unternehmen neu geregelt. Ab sofort besteht die Möglichkeit einer Steuerbefreiung für EU-Dividenden aus Beteiligungen unter 10% (sogenannte Portfoliodividenden). Konkret sind nun zusätzlich zur weiterhin unverändert geltenden Internationalen Schachtelbeteiligung (mindestens 10% Beteiligung, ein Jahr ununterbrochene Haltedauer), welche bei Vorliegen aller Voraussetzungen vorrangig gelten soll, Dividenden von Gesellschaften aus EU/EWR-Staaten unabhängig von Höhe und Dauer der Beteiligung von der Körperschaftsteuer befreit. Die Anwendung der Befreiung setzt voraus, dass die ausschüttende Gesellschaft in ihrem Sitzstaat tatsächlich einem lokalen Körperschaftsteuersatz von zumindest 15 Prozent unterliegt. Continue reading § 10 KStG-aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009

Mit Web-Personalverrechnung ist Outsourcing entspannend

Kosteneinsparungen und Risikovermeidung sind in der Krise gefragt

Der Begriff des Outsourcing existiert bereits seit den späten 80er Jahren (outside resource using). Das Thema wird derzeit besonders im Bereich der Personalverrechnung intensiver diskutiert. Gerade in schwierigen Zeiten stellt sich die Frage, wie die Vorteile, die das Outsourcing im Personalbereich ermöglicht, genutzt werden. Die dabei auftretenden Risiken sind vermeidbar. Continue reading Mit Web-Personalverrechnung ist Outsourcing entspannend

Steuerbegünstigungen für Stock Options mit dem „Steuerreformgesetz 2009“ abgeschafft

Unabhängig von der Abschaffung der Steuerbegünstigung für nach dem 1.4.2009 zugesagte Stock Options besteht jedoch weiterhin steuerlicher Handlungsbedarf und können Steuerbegünstigungen genutzt werden.
Im Rahmen des ansonsten für den Steuerpflichtigen durchaus erfreulichen Steuerreformgesetzes 2009 wurde die mit dem „Kapitalmarktoffensive-Gesetz“ im Jahr 2001 eingeführte Steuerbegünstigung für Stock Options abgeschafft. Ursprünglich dazu gedacht, den österreichischen Kapitalmarkt zu beleben, sind Stock Options in den Verdacht geraten, Führungskräfte zu kurzfristig orientierten Maßnahmen zu motivieren, und die Stock Options dann in einem günstig erscheinenden Moment auszuüben. Weitere Begründungen für die Abschaffung waren die Beseitigung von steuerlichen Nebenbestimmungen und eine Gegenfinanzierung für die Erhöhung der steuerlichen Absetzbarkeit der Kirchensteuer von EUR 100 auf EUR 200 mit einem Volumen von jeweils rd EUR 30 Mio. Continue reading Steuerbegünstigungen für Stock Options mit dem „Steuerreformgesetz 2009“ abgeschafft

Versicherungsbeiträge und Leistungen in der EU – neue Sozialversicherungsregeln ab 2010

Personen, die das Recht auf Freizügigkeit der Arbeitnehmer (einer der 4 EU-Grundfreiheiten) ausüben, sollen durch die Anwendung verschiedener sozial-versicherungsrechtlicher Systeme in der EU nicht benachteiligt werden.

Mit den neuen Sozialversicherungsregelungen zur Koordinierung der einzelstaatlichen Systeme in der EU (Verordnung (EG) 883/2004), die voraussichtlich ab März 2010 anwendbar sein werden und an Stelle der derzeit anwendbaren EU Verordnung (EWG) 1408/71 treten werden, sollen klarere Normen zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften für grenzüberschreitende Fälle geschaffen sowie administrative Vereinfachungen erzielt werden. Anträge auf Bestätigung der Anwendbarkeit der jeweiligen Rechtsvorschriften bzw. die Kommunikation zwischen den Behörden sollen in Zukunft automationsunterstützt erfolgen und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden/Institutionen soll zu Gunsten des EU-Bürgers verstärkt werden. Continue reading Versicherungsbeiträge und Leistungen in der EU – neue Sozialversicherungsregeln ab 2010

Deloitte TaxWorkbook – Das Reporting-Tool für Ihre Steuern

 Jedes Unternehmen kann seine Prozesse im Bereich Steuerplanung und -administration optimieren. Einen wesentlichen Beitrag dazu könnte der Einsatz eines innovativen und effizienten Steuerreporting-Tools leisten. Vor und während der Implementierung eines Steuerreporting-Tools bietet es sich an, gemeinsam mit dem Steuerberater die verbundenen Prozesse zu analysieren und gegebenenfalls Aufgabenverteilungen im Unternehmen neu zu überdenken. Daraus resultiert eine Effizienzsteigerung und eine Kostenreduktion im Unternehmen, welche sich wiederum positiv auf die Unternehmensliquidität auswirken. Continue reading Deloitte TaxWorkbook – Das Reporting-Tool für Ihre Steuern

Privatstiftungen und Budgetbegleitgesetz

Vorsicht: Änderungen für ausländische Beteiligungen

Vorgeschichte: Bisher genossen Privatstiftungen bei ausländischen Beteiligungserträgen wie etwa Dividenden eine recht ausgefallene Sonderstellung, deren Zweck nur „Insidern“ bekannt war. Der „gute Tropfen“ bestand darin, dass die Privatstiftung als Konzernholding steuerfrei weltweit Dividenden einsammeln konnte, auch wenn die ausländische Tochtergesellschaft Zinsen, Mieten für Mobilien, Lizenzen oder Gewinne aus Beteiligungsverkäufen steuerfrei erzielte. So bezogen manche Privatstiftungen aus „Steueroasen“ offiziell solche Gelder steuerfrei, obwohl diese im Ausland ebenfalls keiner Steuer unterlegen sind, während jede „gewöhnliche“ österreichische Holding-GmbH für solche Dividenden 25% Körperschaftsteuer abführen musste. Der „böse Tropfen“ bestand hingegen darin, dass die Privatstiftung als „Preis“ für die Steuerfreiheit ausländischer Dividenden das zwischenstaatliche Doppelbesteuerungsabkommen, welches eine Reduktion der ausländischen Quellensteuer vorgesehen hätte, nicht in Anspruch nehmen durfte. Im Ergebnis musste der Stiftungsvorstand wählen zwischen der 25%igen Körperschaftsteuerbelastung oder der vollen nationalen ausländischen Quellensteuer (die beispielsweise in der Schweiz sogar 35% beträgt!). Diese Wahl fiel ihm im Fall von Dividenden aus Steueroasen jedoch nicht schwer, da es dort gar keine Quellensteuern gibt und daher die Tatsache, dass solche Steueroasen-Länder keine Doppelbesteuerungsabkommen haben, unbedeutend war. Continue reading Privatstiftungen und Budgetbegleitgesetz

Kommentar zum am 22.4.2009 beschlossenen Regierungsentwurf eines Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes

Der deutsche Finanzminister jubelt: Am Schluss seien es nur noch vier gewesen: Costa Rica, Malaysien, die Philippinen und Uruguay, die auf der schwarzen Liste der OECD gestanden sind. Jetzt haben auch sie den Sprung von der Liste geschafft. Sie haben zugesagt, sich künftig an internationale Standards beim Austausch von Steuerfragen zu halten und Steuerhinterziehung nicht länger zu begünstigen. Peer Steinbrück heftet das auf seine Fahnen, „wir sind erfreut, dass die internationalen Bemühungen, Steuerflucht und Steuerhinterziehung zu unterbinden“ Früchte tragen. Continue reading Kommentar zum am 22.4.2009 beschlossenen Regierungsentwurf eines Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes

Endlich: Nach der Finanzkrise noch schnell das restliche Vermögen besteuern. Wir wollten in Österreich ja schon immer zurück in die Wälder von Nottingham Finanzkrise

Es ist wieder einmal Wahlkampfzeit. Schön, dass wir nun in der Wirtschaftskrise nichts anderes zu tun haben, als darüber nachzudenken, wie man das, was noch da ist an Vermögen, endgültig aus Österreich raus bekommt. Es geht frei nach Robin Hood darum, die zehn Prozent der Bevölkerung zu schröpfen, die angeblich über zwei Drittel des Vermögens in Österreich verfügen. Was außer Stimmenfang soll das Ziel der Übung sein? Continue reading Endlich: Nach der Finanzkrise noch schnell das restliche Vermögen besteuern. Wir wollten in Österreich ja schon immer zurück in die Wälder von Nottingham Finanzkrise

Internationale Konzerne versteuern in der Krise Scheingewinne

Multinationale Konzerne hätten es über das „Wundermittel“ Verrechnungspreise in der Hand, Gewinne ins niedrig besteuerte Ausland zu verlagern – so der Verdacht der Finanzverwaltungen. Doch gerade in der Krise kann ein veraltetes Verrechnungspreissystem genau das Gegenteil bewirken: es kann zur Doppelbesteuerung führen.

Verrechnungspreise sind jene Preise, die innerhalb von Konzernen für ausgetauschte Güter und Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Angesichts unterschiedlicher Steuersätze müssen diese konzerninternen Preise auch steuerlichen Anforderungen genügen. Je kompetenter das Verrechnungspreissystem, desto effektiver kann die Steuerlast eines Konzerns gesenkt werden. Continue reading Internationale Konzerne versteuern in der Krise Scheingewinne