Tag Archives: Anrechnungshöchstbetrag

Arbeitnehmerentsendung nach Finnland – Steuerzahlungen als Vorteil aus dem Dienstverhältnis?

In der EAS-Auskunft 3344 vom 10.4.2014 hat sich das Bundesministerium für Finanzen dazu geäußert, inwieweit die Übernahme finnischer Steuern eines Expatriate durch den Arbeitgeber einen Vorteil aus dem Dienstverhältnis darstellen kann. Continue reading Arbeitnehmerentsendung nach Finnland – Steuerzahlungen als Vorteil aus dem Dienstverhältnis?

Salzburger Steuerdialog 2013 – Zweifelsfragen zum Internationalen Steuerrecht

Der Salzburger Steuerdialog 2013 der österreichischen Finanzverwaltung zum Internationalen Steuerrecht liefert wichtige Aussagen zu Arbeitstageaufzeichnungen, Fragen der Gegenberichtigung sowie Anrechnung ausländischer Steuern. Continue reading Salzburger Steuerdialog 2013 – Zweifelsfragen zum Internationalen Steuerrecht

Erfahrungsbericht: Quellensteuerrückerstattung unter Berufung auf Unionsrecht

Gemeinsam mit den Experten unserer lokalen Deloitte Partner-Büros in ganz Europa betreuen wir seit gut eineinhalb Jahren Großanleger (vor allem Banken und Versicherungen) bei der Quellensteuerrückerstattung bei Dividenden unter Berufung auf Unionsrecht. Es ist somit Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht. Continue reading Erfahrungsbericht: Quellensteuerrückerstattung unter Berufung auf Unionsrecht

Anrechnung ausländischer Quellensteuer in der Gruppe

Die Anrechnung ausländischer Quellensteuern in der Unternehmensgruppe bereitet in der Praxis häufig Probleme. Insbesondere die Anrechnung von ausländischen Quellensteuern des Gruppenträgers ist ein viel Diskutiertes Thema, zu dem der UFS Linz (UFSL, GZ RV/1386-L/09 vom 30.03.2010) nun Stellung genommen hat.

 1.    Gruppenmitglieder (GM)

Da die Besteuerung des Gesamtergebnisses, und damit auch der ausländischen Einkünfte der GM, beim Gruppenträger (GT) erfolgt, sind die bei den GM fiktiv anrechenbaren Quellensteuern mit der Ergebniszurechnung an den GT weiterzuleiten. Continue reading Anrechnung ausländischer Quellensteuer in der Gruppe

Anrechnungshöchstbetrag – „per-country-limitation“ versus „per-item-limitation”

Anrechnungsbetrag?
Der VwGH hatte sich mit der Frage auseinander zu setzen, ob für die Anrechnung von Quellensteuern, die nach einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) im anderen Staat (Ausland) auf Einkünfte, für die Österreich das Besteuerungsrecht zugewiesen wird, einbehalten werden dürfen, nur jene Steuern in Frage kommen, die auf diese Einkünfte in Österreich entfallen („per-item-limitation“) oder ob die Anrechnung grundsätzlich auf alle in Österreich aus Einkünften aus dem anderen Staat anfallenden Steuern erfolgen kann („per-country-limitation“). Continue reading Anrechnungshöchstbetrag – „per-country-limitation“ versus „per-item-limitation”

Ausländische Quellensteuern: Cash Abfluss doppelt hart in Krisenjahren – Steuerplanung gefordert!

In der Theorie klingt die Sache so einfach: Ausländische Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen und Lizenzen werden auf die inländische Steuer angerechnet und lösen damit – im Idealfall – keine Doppelbesteuerung aus.

In manchen Fällen unterbinden Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) oder EU-Richtlinien den Quellensteuerabzug von vornherein. Lässt ein DBA einen Steuerabzug im Ausland zu, kann der Steuerpflichtige in vielen Fällen zunächst eine teilweise Rückerstattung der Quellensteuer im Ausland beantragen, um dann in einem zweiten Schritt die verbleibende ausländische Quellensteuer auf die Steuer im Inland anrechnen zu lassen. Angerechnet wird dabei allerdings nur bis zum „Anrechnungshöchstbetrag“, also vereinfacht gesagt soviel, wie an inländischer Steuer auf diese Einkünfte tatsächlich entfällt. Im ungünstigsten Fall besteht weder DBA- noch EU-Richtlinienschutz, sodass der Steuerpflichtige im Ausland und im Inland „zur Kasse“ gebeten wird. Diese „gefürchtete“ Doppelbesteuerung lässt sich dann allenfalls noch durch einen „Gnadenakt“ des BMF auf Grundlage des § 48 BAO, die sogenannte „unilaterale Maßnahme“, entschärfen. Continue reading Ausländische Quellensteuern: Cash Abfluss doppelt hart in Krisenjahren – Steuerplanung gefordert!