Tag Archives: Anrechnungsvortrag

Kein Anrechnungsvortrag für ausländische Quellensteuern

Der VwGH hat vor kurzem entschieden, dass eine periodenübergreifende Anrechnung von ausländischen Quellensteuern nicht möglich ist. Eine Anrechnung hat in dem Kalenderjahr zu erfolgen, in dem das Wirtschaftsjahr endet, in dem die Einkünfte steuerlich erfasst wurden. Ein Anrechnungsvortrag im Falle von Verlustjahren ist demnach nicht möglich. Continue reading Kein Anrechnungsvortrag für ausländische Quellensteuern

Erfahrungsbericht: Quellensteuerrückerstattung unter Berufung auf Unionsrecht

Gemeinsam mit den Experten unserer lokalen Deloitte Partner-Büros in ganz Europa betreuen wir seit gut eineinhalb Jahren Großanleger (vor allem Banken und Versicherungen) bei der Quellensteuerrückerstattung bei Dividenden unter Berufung auf Unionsrecht. Es ist somit Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht. Continue reading Erfahrungsbericht: Quellensteuerrückerstattung unter Berufung auf Unionsrecht

Generalanwältin: Besteuerung von Portfoliodividenden aus Drittstaaten unionsrechtswidrig

Schlussanträge von Generalanwältin Kokott vom 11.11.2010 zu den Rs Haribo und Salinen, C-436/08 und C-437/08 (Vorlage des UFS Linz). Die Generalanwältin äußert Kritik an der Besteuerung von Portfoliodividenden aus EWR- und Drittstaaten sowie am fehlenden Anrechnungsvortrag für ausländische Körperschaftsteuern. Das Urteil des EuGH bleibt abzuwarten. Continue reading Generalanwältin: Besteuerung von Portfoliodividenden aus Drittstaaten unionsrechtswidrig

Ausländische Quellensteuern: Cash Abfluss doppelt hart in Krisenjahren – Steuerplanung gefordert!

In der Theorie klingt die Sache so einfach: Ausländische Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen und Lizenzen werden auf die inländische Steuer angerechnet und lösen damit – im Idealfall – keine Doppelbesteuerung aus.

In manchen Fällen unterbinden Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) oder EU-Richtlinien den Quellensteuerabzug von vornherein. Lässt ein DBA einen Steuerabzug im Ausland zu, kann der Steuerpflichtige in vielen Fällen zunächst eine teilweise Rückerstattung der Quellensteuer im Ausland beantragen, um dann in einem zweiten Schritt die verbleibende ausländische Quellensteuer auf die Steuer im Inland anrechnen zu lassen. Angerechnet wird dabei allerdings nur bis zum „Anrechnungshöchstbetrag“, also vereinfacht gesagt soviel, wie an inländischer Steuer auf diese Einkünfte tatsächlich entfällt. Im ungünstigsten Fall besteht weder DBA- noch EU-Richtlinienschutz, sodass der Steuerpflichtige im Ausland und im Inland „zur Kasse“ gebeten wird. Diese „gefürchtete“ Doppelbesteuerung lässt sich dann allenfalls noch durch einen „Gnadenakt“ des BMF auf Grundlage des § 48 BAO, die sogenannte „unilaterale Maßnahme“, entschärfen. Continue reading Ausländische Quellensteuern: Cash Abfluss doppelt hart in Krisenjahren – Steuerplanung gefordert!