Tag Archives: BEPS

Zinsschranke: EU Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich ein

Am 25.7.2019 hat die Europäische Kommission mit einem Mahnschreiben ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich zur Umsetzung der in der ATAD (Anti-Tax Avoidance Directive) vorgesehenen Zinsschranke eingeleitet. In diesem wird Österreich aufgefordert, die zur Bekämpfung von Steuervermeidung vorgesehene Zinsschranke binnen zwei Monaten umzusetzen. Continue reading Zinsschranke: EU Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich ein

BEPS: Erste Anwendbarkeit der MLI-Änderungen

Mit Jänner 2019 sind die ersten Änderungen bestehender Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) durch das Multilaterale Instrument („Multilateral Convention to Implement Tax Treaty-Related Measures to Prevent Base Erosion and Profit Shifting“ – BEPS) anwendbar geworden. Ziel des MLI, eines Aktionspunktes der OECD-BEPS-Initiative, ist die rasche, international abgestimmte und einheitliche Umsetzung diverser BEPS-Maßnahmen ohne langwierige bilaterale Neuverhandlungen der einzelnen DBA (sh auch unsere Beiträge vom 20. Juni 2017 und 17. Jänner 2018). Continue reading BEPS: Erste Anwendbarkeit der MLI-Änderungen

Die Ideen der OECD zur Besteuerung der Gewinne der digitalen Wirtschaft

Mit dem neuen Konsultationspapier (Public Consultation Document), das im Frühjahr 2019 veröffentlicht wurde, gibt die OECD die Richtung vor, wie die Gewinne der digitalisierten Wirtschaft in Zukunft besteuert werden sollen. Entscheidend ist hierbei, dass es sich bei der Veröffentlichung der OECD zum gegenständlichen Zeitpunkt noch um keine einheitliche Herangehensweise aller Mitgliedstaaten handelt, sondern lediglich unterschiedliche Möglichkeiten umschrieben werden, wie hier in Zukunft vorgegangen werden könnte; ein Ergebnis wird – entsprechend der selbstauferlegten Vorgabe der OECD – bis Ende 2020 erwartet. Continue reading Die Ideen der OECD zur Besteuerung der Gewinne der digitalen Wirtschaft

Brexit: Mögliche ertragsteuerliche Auswirkungen

In früheren Beiträgen unserer Tax & Legal News wurde über mögliche abgabenrechtliche Auswirkungen des bevorstehenden Brexits berichtet und Überlegungen im Hinblick auf Dienstnehmerentsendungen vom/in das Vereinigte Königreich angestellt. Weiterhin ist völlig offen, ob der „Final Countdown“ bereits läuft und es mit Ablauf des 12. April 2019 tatsächlich
zu einem „Hard Brexit“ kommt. Um zumindest hinsichtlich der steuerlichen Auswirkungen etwas Klarheit zu schaffen, hat das österreichische Bundesministerium für Finanzen eine allgemeine
Information zu steuerlichen Zweifelsfragen aufgrund des Brexit
veröffentlicht. Im Folgenden sind die ertragsteuerlichen Highlights dieser BMF-Information zusammengefasst: Continue reading Brexit: Mögliche ertragsteuerliche Auswirkungen

Aktuelles zur CbCR Mitteilung 2018

Wie bereits in den letzten Jahren ist auch für das ablaufende Jahr 2018 wieder verpflichtend eine CbCR Mitteilung einzureichen. Davon umfasst sind alle österreichischen Geschäftseinheiten von Konzernen, welche auf Grund deren Größe einen CbC-Report einreichen müssen und deren berichtspflichtiges Wirtschaftsjahr zum 31.12.2018 endet. Weicht das berichtspflichtige Wirtschaftsjahr (im Regelfall jenes der obersten Konzerngesellschaft) vom Kalenderjahr ab, so sind CbCR Mitteilungen erst bis zum Ablauf des abweichenden berichtspflichtigen Wirtschaftsjahres einzureichen. Das Wirtschaftsjahr der österreichischen Geschäftseinheit ist zumeist unerheblich. Continue reading Aktuelles zur CbCR Mitteilung 2018

Abkommen mit den USA zum Austausch von Country-by-Country Reports

Die Republik Österreich und die Vereinigten Staaten von Amerika haben das lang erwartete Abkommen zum automatischen Informationsaustausch von Country-by-Country Reports (CbC Reports) abgeschlossen, welches am 16.8.2018 in Kraft getreten ist. Durch das Abkommen erlangen österreichische Steuerpflichtige, deren oberste Muttergesellschaft in den USA ansässig ist und einer multinationalen Unternehmensgruppe angehören, die dazu verpflichtet ist, einen CbC Report einzureichen, mehr Rechtssicherheit. Continue reading Abkommen mit den USA zum Austausch von Country-by-Country Reports

Neuerungen bei der Profit Split Methode

Die Profit Split Methode (Transaktionsbezogene Gewinnaufteilungsmethode) stellt schon seit jeher eine für die Praxis herausfordernde Verrechnungspreismethode dar. Der Anwendungsbereich der Profit Split Methode wird üblicherweise insbesondere bei hochintegrierten Geschäftsmodellen gesehen, bei denen sich die beteiligten Unternehmen wirtschaftlich bedeutende Risiken teilen oder einzigartige sowie werthaltige Beiträge leisten. Es ist daher im Gegensatz zu den anderen Methoden nicht zu prüfen, ob das Unternehmen mit den weniger bedeutenden Funktionen und Risiken im Zusammenhang mit einer Transaktion (die sogenannte „tested party“) fremdüblich vergütet wird. Vielmehr ist die Fremdüblichkeit der Aufteilung des gesamten, aus einer Transaktion resultierenden Gewinnes oder Verlustes (combined profit/loss) zu verproben. Continue reading Neuerungen bei der Profit Split Methode

World Tax Advisor 13 April 2018 – Connecting you globally

The World Tax Advisor 13 April 2018 includes in particular:

  • European Commission proposes tax on digital services, structural changes to PE rules
  • China: VAT rate cuts and changes to small VAT payers announced
  • Germany: New guidance issued on anti-treaty shopping rule
  • India: Finance Act 2018 enacted
  • Ukraine: Tax authorities issue guidance on recent changes to transfer pricing rules
  • United States: IRS to revise CbC reporting rules to protect national security
  • In brief
  • BEPS corner
  • Global tax alerts

World Tax Advisor 09 March 2018 – Connecting you globally

The World Tax Advisor 09 March 2018 includes in particular:

  • CJEU rules aspects of Dutch fiscal unity regime violate EU law
  • Belgium: Constitutional court annuls fairness tax
  • Canada: Highlights of international tax provisions in federal budget
  • Hong Kong: Budget 2018/19 contains measures to enhance competitiveness
  • Netherlands: Examination of international tax ruling practices uncovers deficiencies
  • Singapore: 2018 budget presented
  • Singapore: GST to be levied on imported services
  • Ukraine: Amendments to tax code affect transfer pricing and other corporate tax rule
  • BEPS corner
  • Global tax alerts

Markenlizenzen im Konzern aus Sicht der Verrechnungspreise

Konzerninterne Verrechnungen für die Überlassung von Markenrechten stehen bei steuerlichen Außenprüfungen immer häufiger im Fokus. Die Nichtberücksichtigung zivil- bzw markenrechtlicher Aspekte iZm der diesbezüglichen Verrechnungspreisgestaltung kann zu unerwarteten Betriebsprüfungsrisiken führen. Continue reading Markenlizenzen im Konzern aus Sicht der Verrechnungspreise

CbC-R: Update der Leitlinien zur Umsetzung der länderbezogenen Berichterstattung

Als Unterstützung sowohl der Finanzverwaltungen als auch der Steuerpflichtigen bei der Umsetzung der länderbezogenen Berichterstattung veröffentlicht die OECD laufend „Leitlinien zur Umsetzung der länderbezogenen Berichterstattung“ (CbC-R). Dies betrifft vor allem österreichische Unternehmen mit einem konsolidierten Konzernvorjahresumsatz von mehr als EUR 750 Mio. Continue reading CbC-R: Update der Leitlinien zur Umsetzung der länderbezogenen Berichterstattung

World Tax Advisor 23. February 2018 – Connecting you globally

The World Tax Advisor 23. February 2018 includes in particular:

  • China’s SAT publishes new rules on beneficial owners
  • Belarus: Legal framework introduced for blockchain activities, technology incentives expanded
  • Hungary: New registration/disclosure requirements apply to domestic companies
  • Ukraine: List of low-tax jurisdictions updated
  • In brief
  • BEPS corner
  • Tax treaty round up
  • Global tax alerts

Neues aus dem Internationalen Steuerrecht: Update 2017 zum OECD-MA und OECD-MK sowie Ratifizierung des Multilateralen Instruments

Mit dem Multilateralen Instrument (MLI) soll der BEPS-Mindeststandard auf rasche, international abgestimmte und einheitliche Weise künftig in bereits bestehenden österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) verankert werden. Ferner fand mit 18.12.2017 die im Zuge des BEPS-Projekts erarbeiteten Neuerungen durch das Update 2017 Eingang in das OECD-Musterabkommen (OECD-MA) und den OECD-Musterkommentar (OECD-MK). Continue reading Neues aus dem Internationalen Steuerrecht: Update 2017 zum OECD-MA und OECD-MK sowie Ratifizierung des Multilateralen Instruments

Aktuelle Fragen zur Abgabe des CbC-Reports und zur Mitteilungspflicht

Wir nähern uns in großen Schritten der Abgabefrist für die erstmalig zu erstellende länderbezogene Berichterstattung (Country-by-Country Report – CbCR) für das Jahr 2016, die für jene Unternehmen mit Regelwirtschaftsjahr bereits am 31.12.2017 endet. Zur Erinnerung: Eine multinationale Unternehmensgruppe ist verpflichtet einen CbC-Report zu erstellen, wenn der konsolidierte Konzernvorjahresumsatz mindestens EUR 750 Mio beträgt.

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OECD Verrechnungspreisrichtlinien 2017 veröffentlicht

Am 10.7.2017 wurde von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine aktualisierte Version der Verrechnungspreisleitlinien für multinationale Unternehmen und Steuerverwaltungen (OECD-Verrechnungspreisrichtlinien) veröffentlicht.

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BEPS: Signing of the Multilateral Instrument – Adaption of the existing double tax treaties

On 7.6.2017 68 jurisdictions (including all EU/EEA-member states except for Estonia) have gathered in Paris in order to sign the MLI („Multilateral Convention to Implement Tax Treaty-Related Measures to Prevent Base Erosion and Profit Shifting“ – BEPS). The MLI was drafted by an ad hoc group of 99 countries, Austria was among them, and matches action 15 of the OECD/G20’s BEPS action plan. The action plan aims at ensuring that profits are taxed at the place, where the substantive economic activities generated the profits are carried out and where value is created.

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BEPS: Multilaterales Instrument wurde unterzeichnet – Anpassung der bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen

Am 7.6.2017 haben sich 68 Staaten (darunter alle EU- und EWR-Mitgliedsstaaten außer Estland) in Paris versammelt, um das Multilaterale Instrument (MLI – „Multilateral Convention to Implement Tax Treaty-Related Measures to Prevent Base Erosion and Profit Shifting“ – BEPS) zu unterzeichnen. Das MLI wurde von einer Ad Hoc Arbeitsgruppe von 99 Ländern, darunter Österreich, ausgearbeitet und entspricht dem Aktionspunkt 15 des BEPS-Aktionsplans der OECD/G20-Staaten. Durch diesen Aktionsplan soll sichergestellt werden, dass Gewinne an jenem Ort besteuert werden, an dem die tatsächliche Tätigkeit und Wertschöpfung stattfindet.

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Detailfragen zum Country-by-Country Report

Der Country-by-Country Report ist gem § 3 Abs 1 VPDG von jenen multinationalen Unternehmensgruppen zu erstellen, deren konsolidierter Konzernumsatz im vorangegangenen Wirtschaftsjahr mindestens EUR 750 Mio betragen hat. Für Staaten außerhalb der Eurozone sehen sowohl die OECD als auch die EU die Festlegung eines betragsmäßig entsprechenden Schwellenwertes in der jeweiligen Landeswährung mit Stand Jänner 2015 vor.

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