Tag Archives: Dokumentation

Verrechnungspreisdokumentationsgesetz im Bundesgesetzblatt kundgemacht

Am 1.8.2016 wurde das Verrechnungspreisdokumentationsgesetz (VPDG) als Teil des EU-Abgabenänderungsgesetzes 2016 im Bundesgesetzblatt I Nr. 77/2016 kundgemacht. Damit ist es fix – die von der OECD vorgeschlagene dreistufige Dokumentation mit Master File, Local File und Country-by-Country Reporting ist nun auch für Österreich verpflichtend vorgesehen.

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Master File und Local File – wie die Verrechnungspreisdokumentation konkret aussehen muss

Am 6.7.2016 hat das Plenum des Nationalrates das Verrechnungspreisdokumentationsgesetz (VPDG) beschlossen. Dies begründet erstmals für österreichische Unternehmen zwingende Dokumentationserfordernisse für konzerninterne Verrechnungspreise. Neben dem viel diskutierten Country-by-Country Reporting müssen zukünftig bei Überschreiten der EUR 50 Mio Umsatzgrenze ein Master File und ein Local File vorbereitet werden. Über die Regierungsvorlage zum VPDG wurde an dieser Stelle bereits informiert (vgl unseren Beitrag vom 17.6.2016). Der konkrete Inhalt der Dokumente wird im Gesetz nicht definiert, vielmehr wurde diese Aufgabe mittels einer Verordnungsermächtigung dem Bundesminister für Finanzen übertragen.

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Fundamentale Änderungen bei Konzernverrechnungspreisen durch BEPS

Die OECD hat am 5.10.2015 die finalen Reports der 15 Aktionen des „BEPS-Projekts“ veröffentlicht. Im November 2012 war die OECD von den G20 damit beauftragt worden, Maßnahmen gegen die sogenannte Aushöhlung der Steuerbasis und die Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting – BEPS) zu erarbeiten. Bis zum nunmehr vorläufigen Abschluss des Projekts – 2020 ist ja die Evaluierung der Maßnahmen vorgesehen – wurde die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über die laufenden Fortschritte des Projekts informiert. Es hatte sich also bereits abgezeichnet, was nun Gewissheit erlangt hat und zwar fundamentale Änderungen im (internationalen) Steuerrecht! Continue reading Fundamentale Änderungen bei Konzernverrechnungspreisen durch BEPS

Albanien: Neue Verrechnungspreisbestimmungen

Im Juni 2014 wurde das albanische Einkommensteuergesetz um neue Verrechnungspreisbestimmungen erweitert. Davor war im Einkommensteuergesetz nur ein kurzer Paragraph mit der Überschrift „Verrechnungspreise“ enthalten, welcher der Finanzverwaltung ansatzweise das Recht einräumte, die zwischen abhängigen Parteien verhandelten Preise, nach Maßgabe des „Fremdvergleichsprinzips“ neu festzulegen. Aufgrund ihres zu allgemeinen Charakters fand diese Bestimmung in der Praxis kaum Anwendung. Continue reading Albanien: Neue Verrechnungspreisbestimmungen

Internationale Konzerne versteuern in der Krise Scheingewinne

Multinationale Konzerne hätten es über das „Wundermittel“ Verrechnungspreise in der Hand, Gewinne ins niedrig besteuerte Ausland zu verlagern – so der Verdacht der Finanzverwaltungen. Doch gerade in der Krise kann ein veraltetes Verrechnungspreissystem genau das Gegenteil bewirken: es kann zur Doppelbesteuerung führen.

Verrechnungspreise sind jene Preise, die innerhalb von Konzernen für ausgetauschte Güter und Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Angesichts unterschiedlicher Steuersätze müssen diese konzerninternen Preise auch steuerlichen Anforderungen genügen. Je kompetenter das Verrechnungspreissystem, desto effektiver kann die Steuerlast eines Konzerns gesenkt werden. Continue reading Internationale Konzerne versteuern in der Krise Scheingewinne