Tag Archives: Einheitswert

AbgÄG 2015 – Der Zwerganteil in der Grunderwerbsteuer

In der Vergangenheit konnte bei Anteilsübertragungen an grundstücksbesitzenden Kapital- und Personengesellschaften die Erfüllung des Tatbestands der Anteilsvereinigung idR durch die Zurückbehaltung eines (Treuhand-)anteils vermieden werden (zur kritischen Rechtsprechung des VwGH zu Treuhandanteile siehe unseren Beitrag vom 12.5.2011). Mit dem StRefG 2015/16 wurde die Anteilsvereinigung novelliert und ein neuer Tatbestand für Anteilsübertragungen bei Personengesellschaften geschaffen (siehe dazu Tax-News Beitrag vom 3.7.2015). Weiters konnte das AbgÄG 2015 noch vor dem Inkrafttreten einige Zweifelsfragen beseitigen. Die Neuregelungen gelten (grundsätzlich) für Erwerbe, die ab dem 1.1.2016 getätigt werden. Continue reading AbgÄG 2015 – Der Zwerganteil in der Grunderwerbsteuer

Steuerreform 2015/16: Änderungen bei der Besteuerung von Immobilien

Das BMF hat am 19.5.2015 nach den Entwürfen zum Endbesteuerungsgesetz und Bankenpaket (siehe unsere Breaking Tax News Nr 2/2015) nunmehr auch den Hauptteil der Steuerreform 2015/16, nämlich das Steuerreformgesetz 2015/2016, zur Begutachtung versendet. Darin sind folgende Änderungen für Immobilien vorgesehen. Continue reading Steuerreform 2015/16: Änderungen bei der Besteuerung von Immobilien

Grunderwerbsteuer: Wesentliche Neuerungen ab 1.6.2014

In unseren BTN 6/2014, BTN 7/2014 und BTN 8/2014 haben wir laufend über die geplanten Änderungen des Grunderwerbsteuergesetzes 1987 (GrEStG) berichtet. Der Gesetzesbeschluss wurde mit BGBl I Nr. 36/2014 im Bundesgesetzblatt kundgemacht; der wesentliche Teil der folgenden Änderungen ist seit 1.6.2014 in Kraft. Continue reading Grunderwerbsteuer: Wesentliche Neuerungen ab 1.6.2014

Regierungsvorlagen: Grunderwerbsteuer-Reform und Budgetbegleitgesetz 2014

Die Regierungsvorlagen über die neue Grunderwerbsteuer und zur neuerlichen Einschränkung der Abzugsfähigkeit von Geldbeschaffungs- und Nebenkosten wurden nunmehr veröffentlicht. Continue reading Regierungsvorlagen: Grunderwerbsteuer-Reform und Budgetbegleitgesetz 2014

„Reparatur“ der Grunderwerbsteuer – Begutachtungsentwurf veröffentlicht

Das Bundesministerium für Finanzen hat den Begut­achtungsentwurf zum Budgetbegleitgesetz 2014 veröffentlicht. Darin ist eine wesentliche Änderung der Bemessungsgrundlagen im Grunderwerbsteuer­gesetz (GrEStG) vorgesehen: Continue reading „Reparatur“ der Grunderwerbsteuer – Begutachtungsentwurf veröffentlicht

VfGH hebt Einheitswert als Bemessungs­grund­lage der Grunderwerbsteuer auf

Erwerbsvorgänge, soweit sie sich auf inländische Grundstücke beziehen, unterliegen der Grunderwerbsteuer (GrESt). Die GrESt wird grundsätzlich vom Wert der Gegenleistung (Kaufpreis), in Fällen ohne Gegenleistung (zB Erbschaft, Schenkung) jedoch nur vom dreifachen Einheitswert bemessen. Bei Umgründungen iSd UmgrStG wird die GrESt in bestimmten Fällen vom doppelten Einheitswert berechnet. Continue reading VfGH hebt Einheitswert als Bemessungs­grund­lage der Grunderwerbsteuer auf

Pauschalierung von Land- und Forstwirten ab 2011

Die neue Verordnung BGBl II 471/2010 für die Ermittlung des Gewinnes nichtbuchführungspflichtiger Land- und Forstwirte anhand von Durchschnittssätzen („LuF-PauschVO 2011“) enthält wesentliche Neuerungen für die Voll- und Teilpauschalierung. Continue reading Pauschalierung von Land- und Forstwirten ab 2011

Berechnung der Grundsteuer nicht verfassungswidrig.

Der VfGH hat entschieden, dass die Berechnung der Grundsteuer verfassungsrechtlich unbedenklich ist und eine dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen (VfGH 6.10.2010, B 298/10). Zwar räumt der VfGH ein, dass die Berechnung der Grundsteuer auf veralteten Einheitswerten beruht. Dabei handelt es sich aber, anders als bei der Schenkungs- und Erbschaftssteuer, um ein Problem, das ausschließlich das Grundvermögen betrifft. Unterschiedliche Bemessungsgrundlagen, die zur Aufhebung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer geführt haben, stoßen bei der Grundsteuer aber nicht aufeinander. Die Anknüpfung an historische Einheitswerte führt zwar typischerweise zu einer nicht gleichmäßigen Entlastung im Vergleich zu einer Besteuerung anhand aktueller Werte, die aber sowohl absolut als auch relativ geringfügig und daher nicht verfassungswidrig ist.