Tag Archives: Einlagenrückzahlung

Einlagenrückzahlungs- und Innenfinanzierungserlass im Überblick

Mit dem Steuerreformgesetz 2015/2016 und dem Abgabenänderungsgesetz 2015 wurden die steuerlichen Rahmenbedingungen für Einlagenrückzahlungen gem § 4 Abs 12 EStG und Gewinnausschüttungen neu geregelt (vgl unseren Beitrag vom 22.1.2016). Das Bundesministerium für Finanzen hat nun seine Rechtsansicht zur Neuregelung in Form des umfangreichen Einlagenrückzahlungs- und Innenfinanzierungserlasses vom 27.9.2017 (BMF-010203/0309-IV/6/2017, kurz „ERZ-IF-Erlass“) dargelegt. Der EZR-IF Erlass enthält detaillierte und zum Teil völlig neue (und weit über den Gesetzeswortlaut hinausgehende) Aussagen zur geltenden Rechtslage.

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Einlagenrückzahlungen: Bedingte Rückkehr zum status quo ante

Das im August 2015 kundgemachte Steuerreformgesetz 2015/16 sah durch Anordnung einer Verwendungsreihenfolge empfindliche Verschärfungen der geltenden Regelungen für steuerliche Einlagenrückzahlungen nach § 4 Abs 12 EStG vor (vgl unseren Beitrag vom 14.10.2015). Mit dem AbgÄG 2015 ruderte der Gesetzgeber zurück und hat für ab 2016 beschlossene Gewinnausschüttungen in weiten Teilen die Altregelung wiederhergestellt. Dennoch ergeben sich aus dem Umstand, dass am Konzept der Innenfinanzierung festgehalten wird sowie aus der Anknüpfung an die erweiterte unternehmensrechtliche Ausschüttungssperre für Umgründungen mit Neubewertung, weitreichende steuerliche Konsequenzen. Continue reading Einlagenrückzahlungen: Bedingte Rückkehr zum status quo ante

Begutachtungsentwurf Abgabenänderungsgesetz 2015 veröffentlicht

Am 16.10.2015 hat das BMF den Begutachtungsentwurf für das Abgabenänderungsgesetz 2015 veröffentlicht. Darin sind folgende Neuerungen vorgesehen – der weitere Verlauf der Gesetzwerdung bleibt dabei abzuwarten. Continue reading Begutachtungsentwurf Abgabenänderungsgesetz 2015 veröffentlicht

Änderung der steuerlichen Einlagenrückzahlung im Zuge der Steuerreform 2015/16

Einlagen von Gesellschaftern sind ertragsteuerlich erfolgsneutral. Einlagenrückzahlungen als Gegenstück zur Einlage sind konsequenterweise ertragsteuerlich ebenso erfolgsneutral. Als Konsequenz sind Einlagenrückzahlungen bis zu den Anschaffungskosten der Beteiligung steuerfrei, wogegen steuerliche Gewinnausschüttungen beim Anteilseigner grds der KESt iHv 25% (künftig 27,5%) unterliegen. Im Zuge der Steuerreform 2015/16 kommt es nun zu einer Neukonzipierung der steuerlichen Behandlung von Einlagenrückzahlungen. Continue reading Änderung der steuerlichen Einlagenrückzahlung im Zuge der Steuerreform 2015/16

RÄG 2014 – Neue Ansatz- und Bewertungsgrundsätze auf der Passivseite

Auch auf der Passivseite der Bilanz kommen durch das Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 wesentliche Änderungen auf uns zu. Der neue Begriff des „Erfüllungsbetrages“, der Entfall von Vereinfachungsbestimmungen sowie die neuen Regelungen zur Abzinsung können insbesondere bei langfristigen Verpflichtungen zu wesentlichen Anpassungen führen. Daneben kommt es durch den Wegfall unversteuerter Rücklagen zu einem geänderten Bilanzbild. Der folgende Artikel soll einen Einblick in diese neuen Bestimmungen im Bereich Ansatz und Bewertung auf der Passivseite geben. Continue reading RÄG 2014 – Neue Ansatz- und Bewertungsgrundsätze auf der Passivseite

Das bringt die Steuerreform 2015/16

Am 14.8.2015 wurde das Steuerreformgesetz 2015/16 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Nachfolgend dürfen wir einen Überblick über die wesentlichen Änderungen verschaffen: Continue reading Das bringt die Steuerreform 2015/16

Steuerreform 2015/16: Einschränkung der Einlagenrückzahlung

Bisher hatte die Geschäftsleitung einer Körperschaft unter bestimmten Voraussetzungen ein Wahlrecht, ob eine Ausschüttung als Gewinnausschüttung oder als Einlagenrückzahlung erfolgt. Gewinnausschüttungen an natürliche Personen sind mit der Kapitalertragsteuer endbesteuert, während Einlagenrückzahlungen grundsätzlich steuerneutral sind.  Bisher führte die Ausschüttung aufgelöster Kapitalrücklagen nämlich zur Abstockung von Anschaffungskosten und damit zu einem höheren Veräußerungsgewinn grundsätzlich erst bei Verkauf der Anteile. Nunmehr wird das bisherige Wahlrecht abgeschafft und ein Vorrang von Gewinnausschüttungen gegenüber Einlagenrückzahlungen normiert. Continue reading Steuerreform 2015/16: Einschränkung der Einlagenrückzahlung

Steuerreform 2015/16: Sonstige steuerliche Änderungen im Überblick

Das Steuerreformgesetz 2015/2016, welches vom BMF am 19.5.2015 in Begutachtung versendet wurde, beinhaltet wesentliche Änderungen im Bereich der Lohn- und Einkommensteuer sowie der Umsatzsteuer (zu den Änderungen bei der Immobilienbesteuerung vgl unsere Breaking Tax News Nr 3/2015 sowie zu den Entwürfen zum End­be­steue­rungsgesetzt und Bankenpaket vgl Breaking Tax News Nr 2/2015). Continue reading Steuerreform 2015/16: Sonstige steuerliche Änderungen im Überblick

Overview on other fiscal amendments in the course of the Tax Reform 2015/16

The draft for legal appraisal of the Tax Reform Act 2015/16 was published by the Austrian Ministry of Finance on 19 May 2015 and contains substantial amendments regarding individual income tax as well as VAT (regarding the amendments specifically concerning taxation of real estate see our Breaking Tax News No. 3/2015 as well as the amendments to the Final Taxation Act and the “Banking Package” see our Breaking Tax News No. 2/2015). Continue reading Overview on other fiscal amendments in the course of the Tax Reform 2015/16

Ein Querschnitt durch die Pläne zur Steuerreform

Der Eingangssteuersatz soll (von derzeit 36,5) auf 25 % gesenkt werden, wobei es sechs Tarifstufen geben soll: Einkommen über EUR 11.000 bis 18.000 sollen künftig mit 25 %, über EUR 18.000 bis 31.000 mit 35 %, über EUR 31.000 bis 60.000 mit 42 %, über EUR 60.000 bis 90.000 mit 48 % und über EUR 90.000 bis 1 Million mit 50 % besteuert werden. Bei einem Jahreseinkommen von über EUR 1 Million kommt schließlich der auf fünf Jahre befristete Spitzensteuersatz von 55 % zur Anwendung. Continue reading Ein Querschnitt durch die Pläne zur Steuerreform

UFS Kurz-News: Einlagenrückzahlung auch ohne Evidenzkonto

Körperschaften haben ein Evidenzkonto zu führen, in dem jährlich der Anfangsstand, einlagebedingte Erhöhungen und Einlagenrückzahlungen sowie der Endbestand zum Bilanzstichtag zu erfassen sind.  Der UFS hatte sich mit einem Fall zu befassen, in welchem das Evidenzkonto nicht geführt wurde. Continue reading UFS Kurz-News: Einlagenrückzahlung auch ohne Evidenzkonto