Tag Archives: Empfängernennung

Betriebsausgabenabzug auch bei Zahlungen an Scheinfirmen möglich, sofern Sorgfaltspflichten entsprochen wurde!

Die Abgabenbehörde kann von Abgabepflichtigen verlangen, die Empfänger von abgesetzten Betriebsausgaben genau zu bezeichnen. Kommt der Abgabepflichtige dieser Aufforderung nicht nach, so ist der Abzug dieser Betriebsausgaben zu versagen. Die Sorgfaltspflichten eines in der Baubranche tätigen Unternehmens bei der Empfängernennung dürfen nach jüngster Rechtsprechung des VwGH aber nicht überspannt werden. Continue reading Betriebsausgabenabzug auch bei Zahlungen an Scheinfirmen möglich, sofern Sorgfaltspflichten entsprochen wurde!

Zuschlag zur Körperschaftsteuer auch bei nicht abgesetzten Ausgaben an unbenannte Empfänger

Nennt der Abgabenpflichtige auf Verlangen der Finanzbehörde den Empfänger einer Zahlung nicht, so hat dies die Nichtabzugsfähigkeit dieser Aufwendungen zur Folge. Zusätzlich dazu ist vom Abgabepflichtigen ein 25%iger Zuschlag zur Körperschaftsteuer von diesen Ausgaben zu entrichten. Diese Betrugsbekämpfungsmaßnahme ist damit begründet, dass der Leistungsempfänger potentiell diese Beträge nicht erklärt und so dem Fiskus eine Besteuerung dieser Beträge bis zu 50% entgeht. Die Nichtabzugsfähigkeit solcher Ausgaben in Verbindung mit dem Steuerzuschlag kompensiert diesen potentiellen Steuerentfall.

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Empfängernennung bei „Auslandsprovisionszahlungen“.

Bringt ein Unternehmen, das vom Finanzamt gemäß § 162 BAO aufgefordert wird, die Empfänger von Zahlungen zu nennen, vor, dass „Vermittlungsprovisionen“ an eine zypriotische Gesellschaft in Wahrheit schmiergeldähnliche Zahlungen nach Russland für den Geschäftsabschluss mit einem russischen Staatsbetrieb waren, und nennt es den hinter der zypriotischen Gesellschaft stehenden russischen Konzern als tatsächlichen Empfänger der Provisionszahlungen, so hat die Behörde zu diesem Sachvorbringen in Bezug auf den angesprochenen Zusammenhang der Offshore-Gesellschaft mit russischen Gesellschaftern Sachverhaltsfeststellungen zu treffen. Andernfalls belastet sie bei Nichtanerkennung der „Vermittlungsprovisionen“ als Betriebsausgaben ihren
Bescheid mit einem wesentlichen Verfahrensmangel (VwGH 30.6.2010, 2007/13/0067).

VwGH zur steuerlichen Behandlung von „Bonusmeilen“ aus Vielfliegerprogrammen

Einleitung. Die steuerliche Behandlung von „Bonusmeilen“ ist immer wieder diskutiert worden. Grund dafür ist, dass Vielfliegerprogramme derzeit nur natürlichen Personen zur Verfügung stehen und Unternehmen keine Möglichkeit haben an diesen Programmen teilzunehmen. Fliegen Arbeitnehmer aus dienstlichem Anlass und erwerben diese dabei mit ihrer persönlichen Vielfliegerkarte Bonusmeilen, stellt sich steuerrechtlich die Frage, wem diese dienstlich erworbenen Bonusmeilen zustehen, ob und wann der Arbeitgeber dafür einen Lohnsteuerabzug vorzunehmen hat und mit welchem Wert Bonusmeilen als bezogen gelten. Continue reading VwGH zur steuerlichen Behandlung von „Bonusmeilen“ aus Vielfliegerprogrammen