Tag Archives: Fremdkapitalzinsen

AbgÄG 2014 – Einschränkung der Abzugsfähigkeit von Zins- und Lizenzzahlungen

Die Bestimmungen des KStG zu nicht abzugsfähigen Aufwendungen wurden durch das AbgÄG 2014 in zweifacher Hinsicht adaptiert. Das Abzugsverbot für Fremdkapitalzinsen im Zusammenhang mit dem Erwerb von § 10-Beteiligungen von Konzernunternehmen oder beherrschenden Gesellschaftern wurde in eine andere Gesetzesstelle verschoben und der Finanzierungszusammenhang gelockert. Weiters wurde ein neues Abzugsverbot für konzerninterne Zins- und Lizenzzahlungen eingeführt, das auf die „angemessene“ Besteuerung bei der empfangenden Körperschaft abstellt. Continue reading AbgÄG 2014 – Einschränkung der Abzugsfähigkeit von Zins- und Lizenzzahlungen

VfGH – Einschränkung Fremdkapitalzinsabzug bei Konzernerwerben nicht verfassungswidrig!

Durch das Budgetbegleitgesetz 2011 wurde der Fremdkapitalzinsabzug iZm Erwerben von Kapitalanteilen gem. § 10 KStG im Konzern oder von einem beherrschenden Gesellschafter ausgeschlossen. Da keine Übergangsbestimmung gesetzlich verankert wurde, gilt die Neuregelung auch für Zinsen für vor 2011 fremdfinanziert erworbene Kapitalanteile im Konzern. Ob hierdurch eine verfassungsrechtlich relevante Verletzung des Vertrauensschutzes vorliegt, hatte der VfGH aufgrund einer Beschwerde zu entscheiden. Continue reading VfGH – Einschränkung Fremdkapitalzinsabzug bei Konzernerwerben nicht verfassungswidrig!

Zinsaufwand für umgründungsbedingt zurückbehaltene Verbindlichkeiten

Nach Auffassung des VwGH (die aber im Widerspruch zu maßgebenden Äußerungen im Schriftum steht) stellen Fremdkapitalzinsen für anlässlich einer Einbringung gemäß Art. III UmgrStG zurückbehaltene Verbindlichkeiten keine nachträglichen Betriebsausgaben dar (VwGH 30.9.2009, 2004/13/0169). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Zurückbehaltung zur Kapitalstärkung oder zur Vermeidung einer Überschuldung bzw. aus einem „wirtschaftlichen Grund“ und zur planmäßigen Tilgung der Verbindlichkeit erfolgt sein soll. Die zurückbehaltene Schuld bleibt im Sinne der Entscheidung des VwGH 24.9.2008, 2006/15/0255, nämlich auch bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Grundes für die Zurückbehaltung, wie etwa die Beseitigung einer Überschuldung, nicht (nachträgliches) Betriebsvermögen, sondern wird zum Privatvermögen.