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Unverzinstes Gesellschafterdarlehen ist Nutzungseinlage

Gewährt der Gesellschafter der Körperschaft ein langfristiges unverzinsliches Darlehen, ist nach Rz 679a des Wartungserlasses 2010 zu den Körperschaftsteuer–RL beim Gesellschafter eine wegen der Unverzinslichkeit durchgeführte Wertberichtigung keine Betriebsausgabe, sondern deshalb eine Einlage gemäß § 8 Abs 1 KStG, weil ein Fremder bei Darlehensgewährung nur einen um die Wertberichtigung verminderten Betrag ausgezahlt hätte, um den vereinbarten Rückzahlungsbetrag zurückzuerhalten. Die Wertberichtigung erhöht beim Gesellschafter die Anschaffungskosten seiner Beteiligung. Bei der Körperschaft wird die Einlage steuerlich nicht erfasst. Bei laufender Rückzahlung des unverzinslichen Darlehens ist der Rückzahlungsbetrag in einen Zinsteil (Einlagenrückzahlung) und Tilgungsteil (Reduktion der Forderung) zu zerlegen.