Tag Archives: Gesellschaftsteuer

Wichtige Änderungen in den Umgründungssteuerrichtlinien durch den Wartungserlass 2015

Ist das verlusterzeugende Vermögen eine Beteiligung, die verschmelzungsbedingt nicht mehr vorhanden ist, tritt bei zukünftigen Umgründungen für Zwecke des Objektbezuges das Vermögen der verschmelzungsbedingt untergegangenen Körperschaft (zB Betrieb) an die Stelle der nicht mehr vorhandenen Beteiligung. Verlustvorträge aus Teilwertabschreibungen oder Fremdfinanzierungen bleiben daher erhalten, wenn das an die Stelle der untergegangenen Beteiligung tretende Vermögen am Stichtag noch vorhanden ist (Rz 215a UmgrStR). Continue reading Wichtige Änderungen in den Umgründungssteuerrichtlinien durch den Wartungserlass 2015

EuGH: Nach Abschaffung der Gesellschaftsteuer ist deren Wiedereinführung unionsrechtswidrig

Die Richtlinie 69/335/EWG des Rates vom 17.7.1969 betreffend die indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital („Kapitalansammlungsrichtlinie“) bezweckt die Förderung des freien Kapitalverkehrs. Damit in Zusammenhang steht die Eindämmung bzw gänzliche Abschaffung von Gesellschaftsteuern in den Mitgliedstaaten. Zumal die unmittelbare Abschaffung der Gesellschaftsteuern für einige Mitgliedstaaten bei Beschluss der Richtlinie unannehmbar erschien, erlaubt diese die Beibehaltung derartiger Steuern, soweit die betroffenen Vorgänge am 1.7.1984 mit höchstens 1% besteuert wurden. Continue reading EuGH: Nach Abschaffung der Gesellschaftsteuer ist deren Wiedereinführung unionsrechtswidrig

Abgabenänderungsgesetz 2014 – Highlights aus dem Begutachtungsentwurf

Das BMF hat am 9.1.2014 den Begutachtungsentwurf zum Abgabenänderungsgesetz 2014 veröffentlicht. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen geplanten Änderungen: Continue reading Abgabenänderungsgesetz 2014 – Highlights aus dem Begutachtungsentwurf

Kosten der Kapitalerhöhung mindern Bemessungsgrundlage der Gesellschaftsteuer

Kosten im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung sind nach der EU-Kapitalansammlungsrichtlinie von der Bemessungsgrundlage der Gesellschaftsteuer abzuziehen. Die unzulänglich erfolgte Umsetzung in nationales Recht steht laut VwGH einer unmittelbaren Anwendung der Richtlinie nicht entgegen. Continue reading Kosten der Kapitalerhöhung mindern Bemessungsgrundlage der Gesellschaftsteuer

BMF: Verpflichtende Verlustübernahme vor dem Bilanzstichtag nicht gesellschaftsteuerpflichtig

Gibt ein Gesellschafter die Zusage zur Übernahme der Verluste seiner Gesellschaft vor dem Bilanzstichtag, ist die Verlustabdeckung nicht gesellschaftsteuerpflichtig (BMF-010206/0211-VI/5/2012). Continue reading BMF: Verpflichtende Verlustübernahme vor dem Bilanzstichtag nicht gesellschaftsteuerpflichtig

Neues aus den Umgründungssteuerrichtlinien

Der am 15.11.2011 veröffentlichte Wartungserlass UmgrStR 2002 umfasst Anpassungen an Gesetzesänderungen seit 2007 sowie Klarstellungen zu in den letzten Jahren in Praxis und Literatur diskutierten Zweifelsfragen. Die Änderungen stellen zum Teil erhebliche Verschärfungen im Vergleich zur bisherigen Ansicht des BMF dar und sollten daher jedenfalls in die Umgründungsplanung einfließen. Continue reading Neues aus den Umgründungssteuerrichtlinien

EuGH: Verpflichtende Verlustübernahme nicht gesellschaftsteuerpflichtig

Gibt ein Gesellschafter die Zusage zur Übernahme der Verluste seiner Gesellschaft vor Eintritt der Verluste, ist die Verlustabdeckung nicht gesellschaftsteuerpflichtig (EuGH 1.12.2011, C-492/10, Immobilien Linz). Continue reading EuGH: Verpflichtende Verlustübernahme nicht gesellschaftsteuerpflichtig

World Tax Advisor vom 1.7.2011

Der World Tax Advisor vom 1.7.2011 behandelt insbesondere:

  • Taiwan: Höchstgericht zu Firmenwertabschreibung bei Verschmelzung
  • Italien: Im EU-Vergleich ungünstige Verlustverwertungsmöglichkeiten
  • Costa Rica: Steuerreformpläne
  • EuGH: Polnische Gesellschaftsteuer verstößt gegen Unionsrecht
  • Deutschland: Verweigerung der Organschaft bei atypisch stiller Gesellschaft auf Organgesellschaftsebene
  • Japan: Umsetzung und Verschiebung einiger Steuerreformmaßnahmen
  • Niederlande: Verstößt die Gruppenbesteuerung gegen Unionsrecht?

Kurznews: VwGH

Keine Gesellschaftsteuerpflicht bei Forderungsverzicht gegenüber liquidierender Gesellschaft.

Die Gesellschafter einer AG erklärten sich befristet und unwiderruflich damit einverstanden, mit der Befriedigung ihrer Forderungen aus einem zuvor gewährten Gesellschafterdarlehen solange zu warten, bis sämtliche Ansprüche und Forderungen anderer forderungsberechtigter Gläubiger in dem ihnen gebührenden Ausmaß befriedigt wurden.   Continue reading Kurznews: VwGH

Sanierungsmaßnahmen – gebührenrechtliche und verkehrsteuerliche Hürden

„Der Einsatz verschiedener Sanierungsinstrumente kann sehr unterschiedliche gebühren- und verkehrsteuerliche Auswirkungen haben. Es empfiehlt sich daher, bei der Auswahl eines konkreten Sanierungsinstrumentes nicht nur die zivilrechtlichen Aspekte zu beachten.“ Continue reading Sanierungsmaßnahmen – gebührenrechtliche und verkehrsteuerliche Hürden

Gebühren- und verkehrsteuerrechtliche Behandlung unbarer Entnahmen im Rahmen einer Einbringung

Allgemeines zu unbaren Entnahmen.
§ 16 Abs 5 Z 2 UmgrStG ermöglicht natürlichen Personen und Mitunternehmerschaften bei der Einbringung von Betrieben, Teilbetrieben und Mitunternehmeranteilen, das Einbringungskapital rückwirkend durch unbare Entnahmen (nunmehr: vorbehaltene Entnahmen) zu verändern. Diese werden nicht tatsächlich entnommen, sondern bleiben auch nach Abschluss des Einbringungsvertrages als Verbindlichkeit der übernehmenden Körperschaft gegenüber dem Einbringenden bestehen und sind in der Einbringungsbilanz als Passivpost auszuweisen. Continue reading Gebühren- und verkehrsteuerrechtliche Behandlung unbarer Entnahmen im Rahmen einer Einbringung

Einkünftezurechnung bei höchstpersönlichen Tätigkeiten – geänderte Auffassung des BMF

Entwicklung.
Eine bisher häufige Gestaltung war, Einkünfte aus höchstpersönlichen Tätigkeiten (z.B. Aufsichtsrats- oder Stiftungsvorstandsmandate) über eine eigene GmbH abzuwickeln bzw. abzurechnen. Der dazu ergangene Wartungserlass 2008 zu den Einkommensteuerrichtlinien 2000 (EStR) sah bei solchen Tätigkeiten gemäß Rz 104 EStR generell die Zurechnung zur ausführenden natürlichen Person vor. Die strenge Auffassung der Finanzverwaltung wurde in der Folge heftig diskutiert. Im EStR – Wartungserlass 2009 wurden nun vom BMF als „Entschärfung“ in    Rz 104 EStR zwei Abgrenzungskriterien neu geschaffen. Nur wenn beide Kriterien erfüllt sind, hat eine Zurechnung von Tätigkeiten, die über eine GmbH abgerechnet werden, zur natürlichen Person zu erfolgen.

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