Tag Archives: Gewinnausschüttung

Zulässigkeit von Gewinnausschüttungen in der COVID-19-Krise

Die aktuelle COVID-19-Pandemie stellt Unternehmen vor massive wirtschaftliche Herausforderungen und zwingt diese teilweise, ihre Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu revidieren. Zudem stellt sich für Unternehmen die Frage, ob Gewinnausschüttungen in Anbetracht der negativen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie zulässig sind. Insbesondere Unternehmen, die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen, stehen diesbezüglich vor einer schwierigen Entscheidung.

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Bundesfinanzgericht: Verdeckte Ausschüttung kann auf Anteilsinhaberebene als Einlagenrückzahlung qualifiziert werden

Mit seinem Erkenntnis vom 28.12.2018, RV/7105237/2015 hat das Bundesfinanzgericht (BFG) dazu Stellung bezogen, ob verdeckte Ausschüttungen zwingend als Gewinnausschüttungen zu qualifizieren sind, oder, obunter bestimmten Voraussetzungen auch die Qualifizierung als steuerliche Einlagenrückzahlung möglich ist. Continue reading Bundesfinanzgericht: Verdeckte Ausschüttung kann auf Anteilsinhaberebene als Einlagenrückzahlung qualifiziert werden

Eintragung einer Gesellschaft heilt Formmängel bei Errichtung

Eine kürzlich veröffentlichte Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bestätigt seine bisherige Spruchpraxis, wonach die Eintragung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Firmenbuch allfällige Formmängel bei ihrer Gründung heile: Allfällige Formmängel bei der Gründung einer GmbH hätten daher keinerlei Auswirkungen auf spätere Schadenersatzpflichten des beurkundenden Notars. Bei der Abtretung von Geschäftsanteilen kann das Ergebnis jedoch anders sein.

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Einlagenrückzahlungen: Bedingte Rückkehr zum status quo ante

Das im August 2015 kundgemachte Steuerreformgesetz 2015/16 sah durch Anordnung einer Verwendungsreihenfolge empfindliche Verschärfungen der geltenden Regelungen für steuerliche Einlagenrückzahlungen nach § 4 Abs 12 EStG vor (vgl unseren Beitrag vom 14.10.2015). Mit dem AbgÄG 2015 ruderte der Gesetzgeber zurück und hat für ab 2016 beschlossene Gewinnausschüttungen in weiten Teilen die Altregelung wiederhergestellt. Dennoch ergeben sich aus dem Umstand, dass am Konzept der Innenfinanzierung festgehalten wird sowie aus der Anknüpfung an die erweiterte unternehmensrechtliche Ausschüttungssperre für Umgründungen mit Neubewertung, weitreichende steuerliche Konsequenzen. Continue reading Einlagenrückzahlungen: Bedingte Rückkehr zum status quo ante

Steuerreform 2015/16: Einschränkung der Einlagenrückzahlung

Bisher hatte die Geschäftsleitung einer Körperschaft unter bestimmten Voraussetzungen ein Wahlrecht, ob eine Ausschüttung als Gewinnausschüttung oder als Einlagenrückzahlung erfolgt. Gewinnausschüttungen an natürliche Personen sind mit der Kapitalertragsteuer endbesteuert, während Einlagenrückzahlungen grundsätzlich steuerneutral sind.  Bisher führte die Ausschüttung aufgelöster Kapitalrücklagen nämlich zur Abstockung von Anschaffungskosten und damit zu einem höheren Veräußerungsgewinn grundsätzlich erst bei Verkauf der Anteile. Nunmehr wird das bisherige Wahlrecht abgeschafft und ein Vorrang von Gewinnausschüttungen gegenüber Einlagenrückzahlungen normiert. Continue reading Steuerreform 2015/16: Einschränkung der Einlagenrückzahlung

UFS Kurz-News: Einlagenrückzahlung auch ohne Evidenzkonto

Körperschaften haben ein Evidenzkonto zu führen, in dem jährlich der Anfangsstand, einlagebedingte Erhöhungen und Einlagenrückzahlungen sowie der Endbestand zum Bilanzstichtag zu erfassen sind.  Der UFS hatte sich mit einem Fall zu befassen, in welchem das Evidenzkonto nicht geführt wurde. Continue reading UFS Kurz-News: Einlagenrückzahlung auch ohne Evidenzkonto

Gewinnausschüttung an eine deutsche Holdinggesellschaft

Quellensteuerabzug.
Gewinnausschüttungen aus einer österreichischen GmbH an in Deutschland ansässige natürliche Personen unterliegen gemäß Art. 10 DBA Deutschland in Österreich einem Quellensteuerabzug (Kapitalertragsteuer) von 15 %. Wird hingegen zwischen den in Deutschland ansässigen natürlichen Personen und der österreichische GmbH eine deutsche Holdinggesellschaft „geschoben“, dann kann damit gemäß § 94a EStG eine Herabsetzung der österreichischen Quellensteuer auf Null erwirkt werden. Continue reading Gewinnausschüttung an eine deutsche Holdinggesellschaft

Gewinnausschüttungen einer österreichischen GmbH mit deutscher Geschäftsleitung an ihre deutsche Muttergesellschaft

Geschäftsleitung in Deutschland.
Liegt die Geschäftsleitung einer österreichischen GmbH auf deutschem Staatsgebiet (weil sich der Geschäftsführer seit Jahren nicht in Österreich aufgehalten hat und alle für den Geschäftsbetrieb der GmbH erforderlichen Dispositionen und Anordnungen von Deutschland aus getroffen werden), dann handelt sich um eine in Deutschland ansässige Gesellschaft. Continue reading Gewinnausschüttungen einer österreichischen GmbH mit deutscher Geschäftsleitung an ihre deutsche Muttergesellschaft