Tag Archives: Gründungsprivilegierung

Kapitalerhöhung bei einer gründungsprivilegierten GmbH?

Hintergrund.

Im März 2014 schuf der Gesetzgeber die Möglichkeit, eine GmbH anstatt mit der regulären Mindeststammeinlage von EUR 35.000 auch mit einer gründungsprivilegierten Stammeinlage von EUR 10.000 zu gründen. Auf die gründungsprivilegierte Stammeinlage müssen mindestens EUR 5.000 eingezahlt werden. Sacheinlagen sind ausgeschlossen. Die Gründungsprivilegierung kann höchstens für zehn Jahre nach der Eintragung der GmbH ins Firmenbuch in Anspruch genommen werden. Continue reading Kapitalerhöhung bei einer gründungsprivilegierten GmbH?

OGH zur Nachschusspflicht bei gründungsprivilegierten GmbHs

Als Finanzierungsquellen gesellschaftlicher Geschäftstätigkeiten kommen neben den verschiedenen Formen des Fremd- und Eigenkapitals insbesondere auch als Eigenmittel einzuordnende Nachschüsse durch Gesellschafter einer GmbH in Frage. Zu deren Ausnutzung ist aus rechtlicher Sicht zunächst eine entsprechende Nachschussverpflichtung im Gesellschaftsvertrag der GmbH vorzusehen. Eine konkrete Nachschussverbindlichkeit der Gesellschafter (und damit eine aktivierungsfähige Forderung der GmbH) entsteht sodann erst als Folge eines entsprechenden – mangels abweichender Vereinbarung – mit einfacher Stimmenmehrheit zu fassenden Gesellschafterbeschlusses; ein solcher Einforderungsbeschluss hat somit konstitutive Wirkung. Continue reading OGH zur Nachschusspflicht bei gründungsprivilegierten GmbHs

GmbH „neu“ am Prüfstand – sind die aktuellen Bestimmungen verfassungswidrig?

Bekanntlich wurde ab 1.7.2013 die „GmbH-Light“ mit einem Mindeststammkapital von EUR 10.000, welches zur Hälfte in bar einzuzahlen war, eingeführt. Nach den Nationalratswahlen im Herbst 2013 kam es jedoch, wie es kommen musste. Ein Budgetloch wurde festgestellt. Continue reading GmbH „neu“ am Prüfstand – sind die aktuellen Bestimmungen verfassungswidrig?