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Steuerreform 2015/16: Einschränkungen bei der Verlustverrechnung bei Personengesellschaften

Durch das Steuerreformgesetz 2015/2016 sollen künftig im neu geschaffenen § 23a EStG Verluste von natürlichen Personen, sofern sie kapitalistische Mitunternehmer sind, nicht mehr ausgeglichen oder vorgetragen werden können, sondern mit der geleisteten Einlage begrenzt sein. Darüber hinausgehende Verluste sollen nur mit späteren Gewinnen aus derselben Beteiligung verrechenbar sein („Wartetastenverluste“). Der neue § 23a EStG orientiert sich grundsätzlich am vormaligen § 23a EStG 1972 und dem deutschen Recht. Zweck der neuen Bestimmung ist es, eine sofortige Verlustberücksichtigung an das Vorliegen einer echten unternehmerischen Betätigung oder die Übernahme einer unbeschränkten Haftung zu binden. Continue reading Steuerreform 2015/16: Einschränkungen bei der Verlustverrechnung bei Personengesellschaften

Keine Abwertung eines Anteils an einer ausländischen KG wegen Fremdwährungsentwertung

Nach österreichischem Steuerrecht sind Beteiligungen an Personengesellschaften und somit Mitunternehmeranteile nach der Spiegelbildmethode zu bilanzieren. Dabei entspricht der Beteiligungsansatz beim Personengesellschafter seinem Einlagenkonto in der Personengesellschaft. Der Beteiligungsansatz beim Gesellschafter ändert sich nur dann (spiegelbildlich), wenn sich sein Einlagenkonto, vor allem durch Gewinn- oder Verlustzuweisungen ändert. Teilwertabschreibungen auf den Anteil an der Personengesellschaft sind nicht möglich, da es dadurch zu einer doppelten Verlustverwertung, nämlich zur Zuweisung der operativen Verluste der Personengesellschaft an den Personengesellschafter und zur Abwertung des Anteils beim Personengesellschafter kommen würde. Continue reading Keine Abwertung eines Anteils an einer ausländischen KG wegen Fremdwährungsentwertung