Tag Archives: Portfoliobeteiligungen

Generalanwältin: Besteuerung von Portfoliodividenden aus Drittstaaten unionsrechtswidrig

Schlussanträge von Generalanwältin Kokott vom 11.11.2010 zu den Rs Haribo und Salinen, C-436/08 und C-437/08 (Vorlage des UFS Linz). Die Generalanwältin äußert Kritik an der Besteuerung von Portfoliodividenden aus EWR- und Drittstaaten sowie am fehlenden Anrechnungsvortrag für ausländische Körperschaftsteuern. Das Urteil des EuGH bleibt abzuwarten. Continue reading Generalanwältin: Besteuerung von Portfoliodividenden aus Drittstaaten unionsrechtswidrig

VwGH zur steuerlichen Behandlung von „Bonusmeilen“ aus Vielfliegerprogrammen

Einleitung. Die steuerliche Behandlung von „Bonusmeilen“ ist immer wieder diskutiert worden. Grund dafür ist, dass Vielfliegerprogramme derzeit nur natürlichen Personen zur Verfügung stehen und Unternehmen keine Möglichkeit haben an diesen Programmen teilzunehmen. Fliegen Arbeitnehmer aus dienstlichem Anlass und erwerben diese dabei mit ihrer persönlichen Vielfliegerkarte Bonusmeilen, stellt sich steuerrechtlich die Frage, wem diese dienstlich erworbenen Bonusmeilen zustehen, ob und wann der Arbeitgeber dafür einen Lohnsteuerabzug vorzunehmen hat und mit welchem Wert Bonusmeilen als bezogen gelten. Continue reading VwGH zur steuerlichen Behandlung von „Bonusmeilen“ aus Vielfliegerprogrammen

Keine rückwirkende Siebtelung der Teilwertabschreibung bei Portfoliobeteiligungen

Seit dem AbgÄG 2009 besteht eine neue Steuerbefreiung für Dividenden aus sogenannten EU–Portfoliobeteiligungen. Damit sind Dividenden aus Beteiligungen die weniger als 10% betragen, an einer Gesellschaft aus dem EU/EWR Raum, mit deren Sitzstaat Amts- und Vollstreckungshilfe besteht, nun endlich steuerbefreit. (Im Beitrag vom August 2009 wurden die genauen Voraussetzungen und Ausnahmen behandelt. Den Beitrag finden Sie unter folgendem Link: § 10 KStG – aktuelle Änderungen durch das AbgÄG 2009.) Continue reading Keine rückwirkende Siebtelung der Teilwertabschreibung bei Portfoliobeteiligungen

Gemeinschaftsrechtswidrige Quellensteuern auf EU-Portfoliodividenden zurückholen

Viele Anleger zahlen Quellensteuer im Ausland, obwohl die Steuer laut Europäischen Gerichtshof oft unzulässig ist

Laut Europäischem Gerichtshof in Luxemburg verstoßen Quellensteuern auf Dividenden, die von einer EU/EWR-Gesellschaft an einen EU/EWR-Empfänger gezahlt werden unter bestimmten Voraussetzungen gegen Gemeinschaftsrecht. Erst vor wenigen Tagen hat der EuGH in einem weiteren Urteil entschieden, dass die frühere italienische Quellensteuerregelung gegen Gemeinschaftsrecht verstößt. Diese Voraussetzungen – Diskriminierung und Nichtanrechenbarkeit der ausländischen Quellensteuer beim Empfänger – sind in vielen EU/EWR-Ländern gegeben. Trotzdem behalten etliche Staaten noch immer Quellensteuern in Situationen ein, wo dies evident gegen Gemeinschaftsrecht verstößt. Auch Quellensteuern auf Zinsen und Lizenzen können unter den gleichen Voraussetzungen gegen Gemeinschaftsrecht verstoßen. Continue reading Gemeinschaftsrechtswidrige Quellensteuern auf EU-Portfoliodividenden zurückholen