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Vorsteuerabzug einer (Geschäftsführungs-)Holding trotz gescheiterter Übernahme (EuGH 17.10.2018, C-249/17, Ryanair)

Gegenstand dieses Urteils war erneut die Auslegung des Begriffs „Steuerpflichtiger“ und die Frage nach der Ausübung einer „wirtschaftlichen Tätigkeit“ für umsatzsteuerliche Zwecke. Trotz der gescheiterten Übernahme einer Zielgesellschaft gestand der EuGH einer sonst nur als Finanzholding zu qualifizierenden Gesellschaft den vollen Vorsteuerabzug zu – die Absicht, bei der Zielgesellschaft zukünftig geschäftsführenden Einfluss auszuüben und später steuerpflichtige Leistungen zu erbringen, reicht für die Begründung des Rechts auf Vorsteuerabzug aus. Nicht relevant ist hingegen, ob die Leistungen zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich erbracht werden. Continue reading Vorsteuerabzug einer (Geschäftsführungs-)Holding trotz gescheiterter Übernahme (EuGH 17.10.2018, C-249/17, Ryanair)